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Sozialarbeit an allen Neuen Mittelschulen und Polys im Bezirk

Seit heuer gibt es an allen Neuen Mittelschulen und Polys im Bezirk Weiz Schulsozialarbeit. Wie das abläuft, erzählt Maria Raith, die an der Neuen Mittelschule Birkfeld arbeitet.

Die zehn Schulsozialarbeiterinnen, Sozialhilfeverbands- Obmann Rudolf Grabner, Andreas Raith- Pretterhofer und Franz Rosenberger (beide „Weiz sozial“)
Die zehn Schulsozialarbeiterinnen, Sozialhilfeverbands- Obmann Rudolf Grabner, Andreas Raith- Pretterhofer und Franz Rosenberger (beide „Weiz sozial“) © Ulla Patz
 

Kann sein, dass sich ein Kind beim Busfahren von größeren Mitschülern bedroht fühlt. Kann sein, dass ein Kind nach einem Streit mit Schulkollegen keinen Ausweg findet. Kann sein, dass Eltern auf die Lehrer und diese auf die Schulsozialarbeiterin zugehen, weil der Opa schwer krank ist oder eine Scheidung ins Haus steht und Eltern das Kind so gut wie möglich durch diese Krise begleiten wollen. Das alles und noch viel mehr hat Maria Raith schon erlebt.

Vorreiter

Die Pädagogin, Soziologin und Mediatorin arbeitet seit dem Vorjahr in der Schulsozialarbeit an der Neuen Mittelschule Birkfeld. Diese größte Neue Mittelschule im Bezirk mit mehr als 300 Schülern war damit Vorreiter. Erst im heurigen Schuljahr hielt die Schulsozialarbeit auch an allen anderen Neuen Mittel- und Polytechnischen Schulen Einzug (siehe Infobox).

Ulla Patz Maria Raith leistete Pionierarbeit in Birkfeld
Maria Raith leistete Pionierarbeit in Birkfeld © Ulla Patz

Aber: Nutzen die Schüler das Angebot? „Ja, nachdem ich mich in allen Klassen vorgestellt habe, kommen sie“, sagt Maria Raith. Zuerst kämen die Kleineren, im Laufe des Schuljahres auch die Größeren. „Und ja, auch der 14-jährige Pubertierende kommt“, nimmt Raith lachend eine Frage vorweg. Die Kinder kommen in den Pausen oder, mit Erlaubnis der Lehrer, in einer Unterrichtsstunde.

Freiwillig, vertraulich

Der Besuch bei Raith ist freiwillig, das Gespräch vertraulich – mit zwei Ausnahmen: „Wenn mir die Kinder das erlauben, dann rede ich auch mit den Eltern oder Lehrern. Die zweite Ausnahme ist dann, wenn Gefahr besteht. Dann wende ich mich an die Behörde. Aber die Kinder wissen immer über meine nächsten Schritte Bescheid“, sagt Raith. „Wichtig ist auch, dass ich außerhalb des Schulsystems stehe.“

Neben der Beratung von Kindern kommen auch Lehrer und Eltern zu Raith, die Entlastung oder Beratung suchen.
Ein weiterer Punkt ihrer Arbeit sind Workshops, die sie entweder selber leitet oder an die Schule holt – Beispiele aus dem Vorjahr sind ein Streitkulturworkshop, Suchtpräventions- oder Zivilcourage-Workshops. Dazu kommt Gemeinwohlarbeit, in Raiths Fall die Vernetzung mit dem Jugendtreff „Youth Point“.

Insgesamt führte sie im vergangenen Schuljahr mehr als 200 Beratungen und etwa 29 Elterngespräche durch.

Was ist Schulsozialarbeit?

Schulsozialarbeit in allen Bildungsregionen gibt es seit dem heurigen Schuljahr. Probleme sollen, bevor sie eskalieren, über die Schulsozialarbeiterinnen abgefangen werden. Finanziert wird das Projekt über die Sozialhilfeverbände und das Land Steiermark. Für alle Schulen reichen die Ressourcen aber nicht aus. Daher finanziert der Sozialhilfeverband Weiz alleine zusätzlich 2,3 Vollzeitstellen.

Im Bezirk arbeiten Evelyn Reisenhofer (NMS Anger und Puch), Maria Raith (NMS Birkfeld), Katja Kalcher (PTS Birkfeld, NMS Ratten und Strallegg), Simone Loder-Taucher (NMS Weiz I und III), Elisabeth Rosenberger (NMS Weiz II und PTS Weiz), Daniela Spanner (NMS Passail), Iris Kraxner (NMS St. Ruprecht, PTS Gleisdorf), Hermine Ohner (PTS und NMS Pischelsdorf und Sinabelkirchen), Daniela Hassler (NMS St. Margarethen, Hartmannsdorf).

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