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Vernetzung

Die Bauern und die Werbung

Zu einem Zusammentreffen zwischen Landwirtschaft und Kreativwirtschaft kam es im Garten der Generationen in Krottendorf.

Die Organisatoren des Treffens in Krottendorf: Marie-Theres Zirm, Christian Heuegger-Zirm, Evelyn Götz, Jacqueline Kaulfersch und Harald Schenner © Raimund Heigl
 

Zu einem höchst spannenden Zusammentreffen zweier auf den ersten Blick völlig unterschiedlichen Branchen kam es gestern im Garten der Generationen in Krottendorf. 50 Personen aus Landwirtschaft und Kreativwirtschaft (Werbeunternehmen, Texter, IT-Dienstleister, Designer) trafen sich zu einem Austausch. Eingeladen hatte das Netzwerk „Wir gestalten es“ unter der Leitung von Marie-Theres Zirm und ihrem Mann Christian Heuegger-Zirm in Kooperation mit einigen Agenturen.

Rund die Hälfte der Teilnehmer kam aus der Landwirtschaft (inklusive Schülerinnen der Fachschule Naas), die andere Hälfte waren Kreative. „Braucht ein landwirtschaftlicher Betrieb eine Homepage?“, „Wie gehe ich mit Werbung über soziale Netzwerke um?“ oder „Wie viel Privates muss ich preisgeben, um den Betrieb gut zu präsentieren?“, waren einige der am heißesten diskutierten Fragen.

Vor allem in letzterem Punkt kam eine große Barriere heraus. „Die Kreativen wollen immer eine Geschichte erzählen, um, das Produkt spannend zu machen. Aber die Produktion ist zeitaufwändig und anstrengend. Wie viel davon will man tatsächlich präsentieren, um dem Produkt nicht zu schaden“, erzählt Natalie Resch. Sie kann den Bogen perfekt spannen, denn ihre Eltern betreiben eine Apfelbaubetrieb in Gamlitz, sie selbst ist Texterin. Aus diesem Umfeld heraus entstand ihr Apfelwein „Mana“, der am Abend in Krottendorf vorgestellt wurde.

Eine große Hemmschwelle für viele landwirtschaftliche Unternehmen sei das schlechte Image der Werbung durch große Agenturen. Hier konnte bereits ein Anknüpfungspunkt gefunden werden. „In der Landwirtschaft gibt es ein großes Verlangen nach kleinen Strukturen. Die gibt es, denn 63 Prozent aller Kreativbetriebe sind Einzelunternehmen“, erzählt Marie-Theres Zirm. Sie sieht die Veranstaltung als ersten Schritt, welche weiteren es geben werde, sei offen. Die Kontakte sind jetzt jedenfalls einmal vorhanden.

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