AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Gemeinderatswahl

Machtwechsel in Gutenberg-Stenzengreith

Vinzenz Mautner von der SPÖ wurde zum neuen Bürgermeister in Gutenberg-Stenzengreiht gewählt. Der bisherige ÖVP-Bürgermeister und -Regierungskommissär Thomas Wild unterlag in der Abstimmung mit 7:8.

Der neue Bürgermeister von Gutenberg-Stenzengreith, Vinzenz Mautner, bei der Stimmabgabe. Rechts der Vorsitzende der konstituierenden Sitzung, Rupert Windisch. © Raimund Heigl
 

In Gutenberg/Stenzengreith gab es die spannendste Entscheidung im Bezirk Weiz, wer den Bürgermeister stellen würde. Bis zuletzt wurde keine Einigung in den Vorgesprächen singnalisiert. Also musste die Entscheidung bei der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates fallen.

Die Ausgangsposition: Die bisher regierende ÖVP unter dem Gutenberger Bürgermeister Thomas Wild, der seit der Fusion mit Stenzengreith auch die Geschäfte als Regierungskommissär geleitet hat, verlor bei der Gemeinderatswahl die absolute Mehrheit und stellt nunmehr 7 von 15 Gemeindräten. Die SPÖ hat jetzt 5 Gemeindräte, die Grünen 2 und die FPÖ 1. Nur mit einem Schulterschluss aller drei übrigen Fraktionen war der ÖVP der Bürgermeistersessel also zu entreißen.

Rupert Windisch leitete als ältestes Mitglied des Gemeinderates die konstituierende Sitzung und erkor Manfred Reisinger (SPÖ) und Erwin Neubauer (ÖVP) zu seinen Beiräten, die die Wahl überwachten. Zunächst wurden alle 15 Gemeinderatsmitglieder angelobt. Dann kam es auch schon zur mit Spannung erwarteten Bürgermeisterwahl: Die ÖVP hatte Thomas Wild, die SPÖ den bisherigen Gemeindekassier Vinzenz Mautner vorgeschlagen. Gemeinderat für Gemeinderat ging in die Wahlkabine, machte sein Kreuzerl und warf das Kuvert in die Wahlurne. Dann zählten Reisinger und Neubauer aus und Rupert Windisch gab das Ergebnis bekannt: 8 Stimmen für Vinzenz Mautner, 7 Stimmen für Thomas Wild. Eine Mehrheit also schon im ersten Wahlgang. Mautner nahm die Wahl an und ist nunmehr Bürgermeister der Gemeinde Gutenberg-Stenzengreith.

Thomas Wild wurde danach mit 10 Stimmen zum Vizebürgermeister gewählt, Erwin Neubauer (ebenfalls ÖVP) mit 11 zum neuen Gemeindekassier.

"Wir wussten, dass es 7:7 steht, weil die Grünen uns bereits signalisiert hatten, uns zu unterstützen. Wie sich die FPÖ entscheidet, war bis zuletzt unklar", sagte der frischgebackene Bürgermeister über die Wahl. In seiner Antrittsrede sprach er auch jenen, die ihn nicht gewählt hatten, die Einladung zur Zusammenarbeit aus.

Thomas Wild bedauerte seine Abwahl und sagte: "Es hat bisher mit der SPÖ eine gute Zusammenarbeit gegeben. Auch wir stehen zur Zusammenarbeit, aber Kuschelkurs wird es sicher keinen geben." Spannend wird auch sein, wie sich die neuen Verhältnisse bei den einzelnen Themen auswirken, denn noch vor zwei Wochen hatten die Grünen gesagt, mit der FPÖ zu wenig Gemeinsamkeiten zu haben. Es bleibt spannend im neuen Gemeinderat von Gutenberg-Stenzengreith. Die Anzahl der Ausschüsse wurde auf die zweite Sitzung vertagt.

Kommentieren