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ÜbungHeikle Situationen für die Feuerwehren

Etliche Feuerwehren probten ihren Arbeitseinsatz und die Organisation während eines Unfalles mit Bus und mehreren Pkw. Auch in Pischelsdorf wurde eine heikle Situation geübt: Absturz eines Ballons.

Während der Übung war die B64 bei St. Ruprecht an der Raab gesperrt © FF St. Ruprecht an der Raab
 

Nach wochenlanger Planung startete am Samstag die Großunfallübung der Freiwilligen Feuerwehr St. Ruprecht an der Raab auf der B64. Angenommen wurde ein Unfall zwischen einem Bus und einem Lkw. Der Bus lag auf der Seite mit 17 eingeschlossenen Personen. Es kam zu Folgeunfällen, bei denen ebenfalls Personen eingeklemmt wurden. So wurden die Feuerwehren St. Ruprecht/R., Gleisdorf und  Kühwiesen mit dem Alarmstichwort T-12 "Busunfall" gegen 14.10 Uhr alarmiert.

Am Einsatzort angekommen stellte Einsatzleiter Hauptbrandinspektor Jürgen Wiener sofort das große Ausmaß fest und veranlasste die Nachalarmierung der Stadtfeuerwehr Weiz, der Freiwilligen Feuerwehren Etzersdorf, Hohenkogl/Mitterdorf und Rollsdorf. Das Rote Kreuz rückte mit sechs Rettungswagen, zwei Notarztteams sowie dem Kommandofahrzeug und dem Kriseninterventionsteam an. Die Polizei war mit einem Streifenwagen sowie zwei Motorrädern vor Ort.

27 Statisten hatten sich bereit erklärt, bei der Übung mitzumachen.
Eingesetzt waren knapp 200 Personen.

Ballonabsturz

Der Heißluftballon hing in den Bäumen fest Foto © FF Pischelsdorf

In einer realistisch organisierten Einsatzübung beübten die Feuerwehren Pischelsdorf und Rohrbach/Kulm mit dem Roten Kreuz das Lokalisieren, Betreuen und Retten der Opfer eines Ballonabsturzes in einem Hochwald am Fuße des Kulms.

Ein möglicher Absturz eines Heißluftballons  kann ein große Herausforderung bedeuten. "Neben oft ungenauen Angaben von Notrufen muss im Einsatzfall auch damit gerechnet werden, dass sich die Unfallopfer in hohen Bäumen befinden oder der Ballon in sehr unsicherer Lage zum Stilltand kommt", sagt Rene Prem, Pressebeauftragter des Abschnitts Pischelsdorf. "Dunkelheit und Nichterreichbarkeit des Unfallortes mit Fahrzeugen erfordern besondere Maßnahmen, die hier geübt wurden."

Zunächst hieß es, den Ballon in einem etwa zwei Hektar großen Waldstück zu finden. In sechs Metern Höhe war der Ballon stecken geblieben, dort fanden die Einsatzkräfte einen Verletzten. Er gab an, sein Mitfahrer sei in Panik aus dem Korb gesprungen. Also musste der Erste versorgt, der Zweite gesucht werden.

Zweite Phase der Übung war die Menschenrettung aus Höhen bzw. die Versorgung des Verletzten am Boden. Unter Zuhilfenahme eines Traktors mit Kippmulde wurden Stromerzeuger, Beleuchtungsgeräte, Leiter, Höhenrettungsausrüstung und Sanitätsausrüstung zur Unfallstelle gebracht. Mit einer Schiebeleiter kam man zum Korb, um den verletzten Ballonfahrer erstzuversorgen und mittels Rettungstuch aus dem Korb auf den Boden zu bringen. Währenddessen war auch der zweite Passagier gefunden und versorgt worden.

Eingesetzt bei dieser Übung waren sechs Fahrzeuge mit 40 Einsatzkräfte (FF Pischelsdorf und Rohrbach), sechs Sanitäter des Roten Kreuzes mit zwei Fahrzeugen und ein Feuerwehrarzt.

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