Bezirk WeizMit den Liften ging es heuer steil bergauf

Bis zu 25 Prozent Steigerung gegenüber dem Vorjahr gab es bei den Liftbetreibern in der Region. Jetzt wird kräftig investiert.

Ein Viertel mehr Gäste als im Jahr davor bevölkerten heuer die Teichalmlifte © KK
 

Rundum zufrieden zeigen sich die heimischen Liftbetreiber mit dem Verlauf der zu Ende gehenden Skisaison. „Wenn es immer so wäre, gäbe es keine Probleme“, fasste etwa Wolfgang Wiltschnigg vom Holzmeisterlift auf der Sommeralm die allgemeine Situation zusammen. Er hat den Betrieb für diese Saison am vergangenen Wochenende eingestellt, wie auch die meisten anderen Gebiete der Region. Manche, wie die Teichalmlifte, sind noch bis Sonntag geöffnet. Länger offen zu haben hätte aus wirtschaftlicher Sicht keinen Sinn, auch wenn in der nächsten Woche noch einmal eine Kaltfront kommen soll.

„Nach den Semesterferien ist es in unserer Gegend schwierig. Wenn in der Südoststeiermark und in Graz kein Schnee mehr liegt, dann richten die Leute ihr Radl her oder ihren Garten“, sagt Wiltschnigg. Josef Kletzenbauer von den Teichalmliften bestätigt diese Ansicht. „Wir haben öfter versucht, länger offen zu halten. Aber das hat keinen Sinn.“ Auch auf der Teichalm war der Besuch heuer sehr gut, gegenüber dem schon guten Winter 2016/17 gab es noch einmal eine 25-prozentige Steigerung. Auch der Trend, dass die Gäste nicht nur Skifahren, sondern auch Langlaufen oder Winterwanderungen suchen, bestätigt sich. „Unser Loipenangebot ist dafür perfekt, auch Hobbylangläufer kommen da gut zurecht.“

Die gute Lage nutzen die meisten Anbieter, um weiter zu investieren. Beim Holzmeisterlift wurde vor zwei Jahren eine neue Schneeanlage um 400.000 Euro errichtet, auf der Teichalm wird laufend erneuert und auch in St. Jakob im Walde will man ein neues Pistengerät und neue Schneekanonen anschaffen „Ich weiß nicht, ob es in 15 Jahren noch kleine Skigebiete gibt, aber so lange es irgendwie geht, machen wir weiter“, sagt Andreas Schwengerer von den Hochwechselliften in Mönichwald.

Fast alle Skigebiete der Region setzen auf Kinder und Familien Foto © KK

Auch den großen Skigebieten wird immer bewusster, wie sehr sie die kleinen und deren Ausbildung für die Kinder brauchen, wie auch auf der internationalen Tourismusmesse in Berlin bekräftigt wurde. In Salzburg gibt es diesbezüglich sogar schon einen Fonds, wo die großen Seilbahnunternehmen kleine Lifte unterstützen, die oft nicht kostendeckend wirtschaften können, wie das Onlinemagazin „Skiing Penguin“ berichtet. „Initiativen hat es auch bei uns schon gegeben, aber in der Praxis hat das noch nicht funktioniert“,erzählt Kletzenbauer.

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