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PilotschuleWarum Ministerin Hammerschmid persönlich an die NMS Birkfeld kam

Weil die Neue Mittelschule Birkfeld immer wieder durch innovative Pädagogik hervorsteche, kam Sonja Hammerschmid nach Birkfeld - und wurde dort auch mit Problemen konfrontiert.

Bildungsministerin Sonja Hammerschmid besuchte die einzige Pilotschule der Steiermark, die NMS Birkfeld © Karin Scherf-Kachelmaier
 

Es passiert nicht jeden Tag, dass sich ein Minister oder eine Ministerin in das obere Feistritztal verirrt. Umso größer war die Freude für die Direktoren im Ort, als Bildungsministerin Sonja Hammerschmid die Neue Mittelschule in Birkfeld besuchte. Warum sie gerade diese Schule besuchen wollte, erklärte sie in wenigen Worten. Als einzige sogenannte "Pilotschule" in der Steiermark steche die NMS  Birkfeld immer wieder durch innovative Pädagogik hervor, die auch in Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium Innovationen plant und umsetzt.

Direktor Siegfried Rohrhofer erklärte gemeinsam mit Vertretern seines Lehrkörpers das Konzept seiner innovativen Schule, das unter anderem auf Kompetenztraining basiert. Grundkompetenzen in Deutsch, Mathematik und sinnerfassendem Lesen werden gefestigt. Ergängt wird dieser Schwerpunkt durch Medienkompetenz, soziales Lernen und Zusatzangebote im Bereich von Musik und Sprachen. Ein gutes Beispiel für Schulautonomie also, wie Ministerin Hammerschmid lobend feststellte.

Hammerschmid inmitten der Kinder, die ihre anfängliche Scheu rasch verloren Foto © Karin Scherf-Kachelmaier

Natürlich nutzten auch Vertreter der anderen Birkfelder Schulen die Gelegenheit, um Wünsche an die Ministerin heranzutragen bzw. Probleme direkt mit ihr zu besprechen. Hermine Sackl, Direktorin des BORG, plädierte für mehr Autonomie in Bezug auf die Stundentafel in den Oberstufenrealgymnasien – ein Thema, das laut Hammerschmid, nach Umsetzung des Autonomiepakets vom Tisch sein sollte.

Auch Schwierigkeiten, neue Pädagogen zu finden oder die Problematik der Busverbindungenwurden diskutiert. Diskussionsbedarf bescheinigte die Ministerin auch dem Thema der Lehrlingsausbildung, auf das sie in der nächsten Regierungsperiode – sollte sie nach dem 15. Oktober ihre Funktion weiter innehaben – verstärkt eingehen will.

Bürgermeister Franz Derler ließ es sich auch nicht nehmen, seine Anliegen an das Bildungsministerium zu formulieren. Er plädierte an die Ministerin, auch in den nächsten Jahren Kleinschulen, die mit bester Qualität arbeiten, nicht in Clustern "untergehen zu lassen" und so den ländlichen Raum auszudünnen. Zugleich lobte er die vielfältige Schullandschaft im Raum Birkfeld, das vom Kindergarten bis zum Oberstufengymnasium alles zu bieten hat.

Nicht in Clustern untergehen

Diese Vielfalt, die höchste Bildungsqualität im ländlichen Raum sicherstellt, sollte auch im Zeitalter der Cluster erhalten bleiben, wenn es nach den Wünschen Derlers geht. Als Geschenk gab er der Ministerin eine Birkfelder Schokolade mit – „als Nervennahrung für die nächsten zähen Verhandlungen“.

Bevor sich die Ministerin auf die Weiterreise nach Graz machte, holte sie sich Einblicke in den Alltag der Schule. Am Gang machte eine Klasse Erste-Hilfe-Übungen, in der Nebenklasse absolvierten Schüler gerade ihre täglichen Turneinheiten. Mit vielen Anregungen im Gepäck ging es dann für Hammerschmid, Landesschulratspräsidentin Elisabeth Meixner und deren Teams weiter zum GIBS nach Graz, das heuer sein 25jähriges Bestehen feiert.

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