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Weiz-Konzert

Für Wizo ist Punk nicht nur Musik

Die deutsche Kultband Wizo gastiert am Mittwoch Abend im Weizer Volxhaus.

Wizo haben sich auch nach 25 Jahren nicht verbiegen lassen © KK/Andre Noll
 

Sie sind „Links, gegen Nazis, Rassisten, Sexisten und andere Arschlöcher!“ – so lautet seit 1986 die Lebenseinstellung der Punk-Rock-Band Wizo aus Sindelfingen. Lebenseinstellung, das ist es, was Wizo daran wichtig ist, Punk ist für sie nicht nur eine Musikrichtung.

Und sie spielen, auch darauf sind sie stolz, den Punk immer noch so wie 1985, als sie sich gegründet haben. Ohne Mainstream-Einflüsse, die sie radiotauglicher machen würden, so wie es zahlreiche Mitstreiter vorgezeigt haben.

„Genau die Leute, die vor 10 oder 15 Jahren das größte Maul gehabt haben, haben jetzt einen Schlip um“, sagt Sänger und Texter Axel Kurth, der einzige, der von der Originalbesetzung noch dabei ist. Er hat 2009, fünf Jahre nach der Auflösung, die Wiedervereinigung der Truppe initiiert.

 

WIZO

Gründung der Band 1985, erster größerer Erfolg war 1992 eine Coverversion von „All That She Wants“ von Ace of Base, das Video schaffte es zu MTV. Durchbruch war die Platte „Uuaarrgh!, die 100.000 Mal verkauft wurde (1994).

Beim Bizarre-Festival in Köln spielten sie vor 35.000 Fans. Dabei kam es auch zu einem Eklat: Das WDR wollte das Konzert mitschneiden. Die Band willigte ein und vereinbarte mit dem Sender schriftlich, dass die Sicht der Fans nicht eingeschränkt werden dürfe. Als sich Kameraleute nicht daran hielten, zerstörten die verärgerten Musiker Mikrofone und Kameras.


Die Single „Roy Black ist tot“ wurde von „Bild“ zur schlechtesten Single des Jahres 1992 gekürt.

Die Originalbesetzung war Axel Kurth (Gitarre), Jörn Genserowski (Bass), Jochen Bix (Gesang). Wenig später kam Schlagzeuger Ratz dazu. Wizo 2014 sind Ralph Dietel (Bass), Axel Kurth (Gesang, Gitarre) und Thomas Guhl (Schlagzeug).


In Weiz gastieren Wizo am Mittwoch um 19.30 Uhr im Volxhaus, das Konzert ist seit drei Wochen restlos ausverkauft (560 Plätze). „Es ist immer schwieriger, Bands nach Weiz zu locken als etwa nach Graz, aber mit der entsprechenden Überzeugungsarbeit geht das schon“, erzählt Emanuel Koschier vom Jugendhaus Weiz, das den Kontakt hergestellt hat. Sonderwünsche hat die Band bisher keine geäußert, der Kontakt habe sich als sehr unkompliziert dargestellt.

 Video3 (dfdad9d0)


Wizo spielen Songs von ihrem aktuellen Album „Punk gibt es nicht umsonst (Teil III)“, erschienen im Juni. Außer in Weiz spielen sie nur drei weitere Österreich-Konzerte. Was jene Leute, die eine Karte ergattert haben, erwarten können: Ganz klare Statements, wie zum Beispiel im Song „Ganz klar gegen Nazis“ und auch in dem sehr mutigen Lied „Unpoliddisch“, in dem es um „richtig harte Typen mit Tattoos und ganz kurzen Haaren“ geht. Die rechte Szene verbreitet viel Angst und Hass, Wizo trauen sich aufzustehen, und sich gegen diese Aussagen zu stellen.

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