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Das Glück hat die Form eines Pferdes

Hufeisen bringen Glück? Sascha Exenberger aus St. Kathrein/O. auf alle Fälle: Er fand mit seiner Hufeisenkunst eine Marktnische.

 

Sascha Exenberger braucht Schmalz. Schmalz zum Kochen bei seiner Arbeit als Koch im Landhotel Spreitzhofer in St. Kathrein am Offenegg, dem Heimathaus seiner Lebensgefährtin Elisabeth. Und "Schmalz" in den Oberarmen - wenn er Hufeisen in die richtige Form biegt und sie Stück für Stück aneinanderschweißt, um so etwa lebensgroße Pferde, Wildschweine, Steinböcke und andere Tiere und Objekte aus Hufeisen zu formen.

Das Hobby des gebürtigen Salzburgers hat voll eingeschlagen: "Vor eineinhalb Jahren hab ich das erste Mal geschweißt. Zuerst hab ich eine Blume aus Hufeisen gemacht, dann hab ich mit Hufeisen die Stallfenster vergittert, das Nächste war eine Schnecke und dann kam schon das erste lebensgroße Pferd, das da hinten", erzählt der 33-Jährige und deutet auf das große Hufeisenross neben der Stalltüre. Mächtig bäumt es sich auf, so hoch, dass Exenberger locker darunter stehen kann. Rund 500 Hufeisen sind in ein so großes Pferd eingearbeitet.

Nachfrage

Ein Foto dieses Pferdes hat Exenberger damals auf Facebook gestellt. "Und dann war eine irrsinnige Nachfrage da", sagt er. 160.000 Menschen hätten sich das Foto angeschaut, die ersten Bestellungen auch über die Grenzen hinaus seien eingetrudelt. "Ich habe damit scheinbar eine extreme Nische gefunden", schmunzelt der junge Mann, der sich mittlerweile professionelleres Werkzeug zugelegt hat und ständig an neuen Ideen feilt.

Wie man als Koch zum Schweißen von Hufeisenkunst kommt? "Getüftelt habe ich immer schon gerne. Früher eben eher mit Margarine oder Eisskulpturen", erzählt Exenberger, der als Koch etwa auch in Moskau, Irland und fünf Jahre lang in Neuseeland gearbeitet hat.

Dort lernte er auch Pferdenärrin und Reitpädagogin Elisabeth Spreitzhofer kennen. "So wurden aus ihrem halben Jahr in Neuseeland vier Jahre, aber dafür durfte sie bestimmen, wo wir nachher hingehen", lacht Exenberger. Es wurde der Pferdehof ihrer Eltern in St. Kathrein, wo er dank der herumliegenden Hufeisen plötzlich zum Künstler wurde.

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