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Der lange Weg zu einem großen Ziel

Jugend-Nationalspielerin Barbara Dunst will im Frauenfußball Karriere machen. Bisher hat sie immer bei den Buben mitgespielt.

 

FUSSBALL. "Sie will die beste Fußballerin der Welt werden." Das erzählt zumindest Papa Hermann Dunst über seine 15-jährige Tochter Barbara. "Das hat sie als Kind einmal zu mir gesagt. Und diesem Ziel ordnet sie noch immer alles unter", erklärt er stolz. Zugegeben, das Ziel ist ehrgeizig und der Weg könnte ein steiniger werden.

Die Richtung der Oberfeistritzerin stimmt jedenfalls. Sie trainiert in der einzigen Frauenfußballakademie Österreichs in St. Pölten - als eine von vier Steirerinnen. "Es gibt sieben Trainingseinheiten in der Woche. Da ist schon alles perfekt auf den Fußball abgestimmt", erklärt die Offensivspielerin. Das Umfeld sei großartig. An den Wochenenden geht es aber zurück in die Heimat, wo sie in der U15-Leistungsklasse der Burschen im Dress von NZ Oberes Raabtal/St. Ruprecht im Mittelfeld wirbelt.

Frauennachwuchs war für Dunst nie wirklich ein Thema. Mit sechs Jahren hat sie erstmals die Fußballschuhe geschnürt. Nach dem Nachwuchs der Burschen beim SV Anger kam sie ins LAZ Weiz, von dort nach St. Pölten. Ihre Zeit im männlichen Nachwuchs ist aus Altersgründen mit Saisonende vorbei. "So sind leider die Statuten", sagt Barbara Dunst. Um ihre Zukunft braucht sich die Handelsschülerin aber wohl keine Sorgen zu machen. Bundesligaklub LUV Graz hat die Fühler schon länger nach ihr ausgestreckt.

Das Talent von Dunst hat auch der ÖFB längst erkannt. Damen-Teamchef Dominik Thalhammer hat sie im April des heurigen Jahres in das U17-Nationalteam einberufen. Prompt erzielte sie in ihrem ersten von sechs Spielen gegen Slowenien auch ein Tor. Mit der U17-Auswahl will sie unbedingt zur EM-Endrunde in der Schweiz 2013. Ende Oktober bzw. Anfang November steigen die Qualifikationsspiele gegen Aserbaidschan, Kroatien und Schweden. MARTIN MANDL

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