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Koralmtunnel

Eine nahezu perfekte Rettungsaktion

Brand auf der Koralmtunnelbaustelle: Kurz vor 13 Uhr brach 14 Kilometer tief im Berg ein Feuer aus. Um 15.41 Uhr war der letzte Arbeiter aus der Tiefe gerettet. Dazwischen gab es bange Minuten. Und eine reibungslose Evakuierung. Von Wilfried Rombold und Thomas Wieser

Kurz nach der Rettung der Arbeiter
Kurz nach der Rettung der Arbeiter © Wilfried Rombold
 

Die Erleichterung ist hörbar, als die letzten Männer dem Aufzug entsteigen, der sie gerade aus 60 Meter Tiefe an die Oberfläche gehoben hat. Es wird wieder gescherzt und gelacht. Lange aber war das Schicksal von acht Tunnelarbeitern im Berg ungewiss, hatte es keinen Kontakt zu ihnen gegeben.

Kurz vor 13 Uhr schrillt der Alarm an der Baustelle zum Koralmtunnel bei Deutschlandsberg. Auf der 200 Meter langen Vortriebsmaschine-Nord, rund 14 Kilometer vom Portal Frauental entfernt, ist an einem Stromaggregat ein Feuer ausgebrochen. Dichter Qualm breitet sich in der Röhre aus. An die 40 Arbeiter befinden sich zu diesem Zeitpunkt unter Tag, 28 im Bereich des Tunnelbohrers. Die meisten schaffen es in den Rettungsshuttle. In dieser luftdichten und mit Überdrucksystem ausgestatteten Schmalspurbahn gelangen sie sicher zum Ausgang. Acht Männer sind jedoch hinter dem Brandherd eingeschlossen. Die Sicht ist gleich null, Funk- oder Telefonkontakt nach oben gibt es nicht.

Der Rettungszug im Koralmtunnel Foto © Thomas Wieser

Dort läuft inzwischen die Rettungskette an. 45 Feuerwehrleute aus Deutschlandsberg und dem Bezirk Voitsberg, durchwegs routinierte Atemschutzträger, sowie das Rote Kreuz mit einem Notarzt und vier Rettungsfahrzeugen treffen ein. Ein Trupp von sieben Atemschutzträgern geht in den Tunnel. Lange Zeit herrscht Funkstille – bis kurz vor 15 Uhr die erlösende Nachricht kommt. „Sieben Personen gerettet, eine konnte sich inzwischen selbst aus dem Tunnel befreien.“

 

Brand im Koralmtunnel
Der Atemschutztrupp der Feuerwehr Foto © Feuerwehr/Hannes Mörth

Die Arbeiter hatten sich in einem Schutzcontainer auf der Maschine in Sicherheit gebracht. „Dieser Container hat eine externe Frischluftzufuhr, dort warten sie gemäß Notfallplan, bis die Verrauchung vorbei ist“, erklärt Koralmbahn-Projektleiter Gerhard Harer. Denn das Feuer selbst hat sich dank der Selbstlöschanlagen zum Glück nicht weiter ausgebreitet. In Schutzmasken gehüllt werden die Arbeiter von den Feuerwehrleuten in den Rettungszug und zum Ausgang begleitet.

Um 15.41 Uhr gelangt schließlich der letzte Arbeiter an die Oberfläche. Zwei werden auf einer Trage liegend ins Rettungsauto gehoben, doch das Rote Kreuz gibt Entwarnung: „Es ist keiner verletzt.“ Alle sieben können das LKH Deutschlandsberg nach ambulanter Behandlung verlassen. Gerhard Harer ist erleichtert: „Die Evakuierung lief mustergültig."

Kommentare (15)

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magister144
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DANKE DEN EHRENAMTLICHEN DER FEUERWEHREN

FÜR IHREN FREIWILLIGEN TOP EINSATZ HUT AB!!!!!!!!!!!

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dzdvq29bhuxvbd57gz8ktog8fuk4cf60
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Re: DANKE DEN EHRENAMTLICHEN DER FEUERWEHREN

Danke den Mineuren die jeden Tag in den Tunnel einfahren und ihre Arbeit machen und such den Gefahren untertage aussetzten. Danke jenen Verantwortlichen bei ÖBB und den Baufirmen die Tag für Tag die Sicherheit überwachen, planen und arbeiten dass diese Evakuierung und Rettung so abgelaufen ist.

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magister144
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Griegen e Bezahlt aber die Frauen und Männer der FF net und Retten Helfen und ALLES

Das Hauptaufgabengebiet der Feuerwehren ist und bleibt die technische Hilfeleistung mit 139.881 (122.802) Einsätzen. Die Einsätze nach Verkehrsunfällen haben um 22 Prozent zugenommen, ein ähnliches Bild gibt es bei den Hochwassereinsätze im Jahr 2013 (+ 20 Prozent). Hier bestätigt sich die wirksame und effiziente Arbeit der Feuerwehr als Katastrophenschützer Nummer 1. Niemand kann in so kurzer Zeit mit solch enormen Kräften ehrenamtlich und über Tage, ja sogar Wochen hinweg, Menschen und Tieren in Not helfen und Sachwerte schützen. Dabei konnten 8.925 (8.516) Menschen gerettet werden.

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kaerntnerfalot
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Ich hab hier

das Wort "mustergültig" s oft gelesen , dass mich am Ende eigentlich der ganze Beitrag genervt hat.

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dzdvq29bhuxvbd57gz8ktog8fuk4cf60
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Re: Ich hab hier

Dann brauchen sie es ja nicht zu lesen. Wenn es aber zur Katastrophe gekommen wäre dann sind sie wohl der Erste der die Schuldigen sucht.

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bitteichweisswas
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Zum Glück nichts passiert!

Zum Glück nichts passiert! Das ist aber auch den vorbildlichen Sicherheitsvorkehrungen der ÖBB und den regelmäßigen Notfallübungen mit der Belegschaft und den Einsatzkräften Rotes Kreuz und Feuerwehr zu verdanken!
Diese Maßnahmen wurden von einigen vorher vielleicht belächelt, jetzt sieht man, was das wirklich wert ist!!!

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bonxanprc95v3y6yoze8s8naw133bxgj
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Gott sei gedankt !!

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amktn0sqs83led03f1d4kb84zsfsq3lc
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oder eher

den Feuerwehrleuten sei gedankt ;)

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dzdvq29bhuxvbd57gz8ktog8fuk4cf60
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Re: oder eher

Weniger den Feuerwehrleuten sonder den umsichtigen Plänen und Sicherheitseinrichtungen der ÖBB Projektleitung und der Tunnelbaufirmen mit Rettungszüge, Fluchtcontainer, Brandbekämpfungseinrichtungen, Sauerstoffselbstrettern usw. Ohne das alles wäre gar nichts gegangen.

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magister144
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und wer ist mit den Sauerstoffkreislaufgeräten vorgedrungen und hat die arbeiter mit fluchthauen rausgeholt du experte??

??

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Bewohnerin2
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Eingeschlossen ist sicher richtig formuliert..

wenn man eine Ahnung hat wie viel Rauch sie da bildet....da weist du nicht wo oben,unten,links oder rechts ist.....

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homerjsimpson
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Eingeschlossen versteht halt fast jeder anders.

Nämlich dass man gar nicht mehr rauskommt (temporär). Das war hier wohl nie der Fall. Auch wenns im Rauch natürlich oft besser ist, nicht herumzuirren sondern sich an einen sicheren Ort zurück zuziehen.

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pauledelsbrunner
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???

Zitat " Vier Arbeiter sind noch zwischen dem Brandherd und dem Tunnelausgang eingeschlossen." Verstehe nur ich das nichts? Sogar die Antenne hat das so nachgeplappert...

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amktn0sqs83led03f1d4kb84zsfsq3lc
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antenne steiermark

liest eigentlich alles 1:1 von der klz ab. bis auf die telefoninterviews.

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sos
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Der Satz klingt wie ein Burgenländerwitz :D

Vermutlich ist aber einfach der gesamte Tunnel verraucht und ein gefahrenloses Aufenthalten darin ohne Atemschutz nicht möglich. Aber zum Glück befinden sie sich ja im Rettungszug.

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