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Kraftwerk Retznei

Neuartige Aufstiegshilfe für Fische geht in den Testbetrieb

Beim Verbund-Kraftwerk in Retznei wurde eine Wasserkraftschnecke montiert. Erstmals wird diese österreichische Entwicklung im Echtbetrieb getestet. Von Wilfried Rombold

Einbau der Wasserkraftschnecke
Einbau der Wasserkraftschnecke © Max Guggi
 

In Millimeterarbeit das 17-Tonnen-Stahlteil mit einem Mobilkran an seinen Platz gehievt. Schon in der nächsten Woche soll es sich erstmals drehen: Das Verbund-Kraftwerk an der Mündung der Sulm in die Mur in Retznei dient als Pilotprojekt für eine neue Technologie der Fischaufstiegshilfe, die jetzt erstmals in Österreich im Echtbetrieb getestet wird.

Es handelt sich dabei um die Wasserkraftschnecke der niederösterreichischen Firma Hydroconnect. 350 Liter Wasser strömen pro Sekunde durch die 16,5 Meter lange Doppeltrommel und treiben einen Mechanismus an, mit dem Fische bis zu einer Größe von 90 Zentimetern gefahrlos über die Staustufe transportiert werden können. Dass die Anlage dabei selbst auch Strom gewinnt (an die 15 Kilowatt), spielt bei einem Ein-Megawatt-Kraftwerk wie jenem in Retznei zwar keine große Rolle, wohl aber für Kleinkraftwerksbetreiber. Die meisten müssen demnächst in Fischaufstiegshilfen investieren, weil eine EU-Richtlinie diese schrittweise bis 2027 bei sämtlichen Staustufen entlang Fließgewässern vorschreibt.

Retznei: Einbau der "Schnecke"

Die Montage

17 Tonnen schwer und 16,5 Meter lang ist die Doppelrohrschnecke, die mit einem mobilen Kran an ihre neue Wirkungsstätte gehoben wurde.Wilfried Rombold

Die Montage

Sie wird als Fischaufstiegshilfe im Sulmkraftwerk Retznei eingebaut.Wilfried Rombold

Die Montage

Das Krafwerk befindet sich unmittelbar an der Mündung zur Mur.Wilfried Rombold

Die Montage

350 Liter Wasser pro Sekunde strömen durch die Kammern der Schnecke und treiben damit eine Mechanik an, durch die Fische gefahrlos über die Staustufe transportiert werden.Wilfried Rombold

Die Montage

Der Einbau war Millimeterarbeit.Wilfried Rombold

Die Montage

Schon in einer Woche wird die Anlage in Betrieb gehen.Wilfried Rombold

Die Montage

Letzte Korrekturen vor der Fixierung.Wilfried Rombold

Die Montage

Die Doppelrohrschnecke kann auch Strom gewinnen, was vor allem für Kleinkraftwerke von Bedeutung ist.Wilfried Rombold

Die Montage

Sonne, kein Wind: Der Einbau erfolgte bei besten äußeren Bedingungen.Wilfried Rombold

Die Montage

Für den Verbund ist es ein Pilotprojekt.Max Guggi

Die Montage

Das Kraftwerk vom Murufer in Obervogau aus gesehen.Wilfried Rombold
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„Wir sind gespannt, wie sich diese Anlage hier im Echtbetrieb bewährt“, sagt der zuständige Projektleiter, Robert Scardelli. Davon werde es abhängen, ob der Verbund auch bei größeren Kraftwerken, wie etwa an der Mur oder der Donau, diese österreichische Entwicklung einbaut.

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