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Rudolf Sinigoj (92)Seit 75 Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv dabei

Rudolf Sinigoj trat im Jahr 1943 der Feuerwehr in Straß bei. Nun wurde der rege und engagierte Südsteirer für seine langjährige Mitgliedschaft geehrt. Zu erzählen hat er viel.

Rudolf Sinigoj wurde von Bereichsfeuerwehrkommandant Josef Krenn gewürdigt © FF Straß
 

Wehrversammlungen, Ausflüge, Geburtstagsfeiern – Rudolf Sinigoj nimmt aktiv am Geschehen bei der Freiwilligen Feuerwehr teil. Und auch bei vielen Übungen ist er nach wie vor dabei. Wenn auch nur als Zaungast – im Alter von 92 Jahren sei ihm das gestattet.


Der Südsteirer gehört seit 75 (!) Jahren der Feuerwehr in Straß an. Kein Wunder, dass er vor wenigen Tagen dafür gebührend geehrt wurde. Er erhielt die „Medaille für Dank und Anerkennung“ des Landes Steiermark von den Bereichskommandanten Josef Krenn und Friedrich Partl. Als Gratulanten stellten sich auch Markus Klöckl, Chef der Strasser Feuerwehr, Bürgermeister Reinhold Höflechner sowie Georg Pilz, der Kommandant der Erzherzog-Johann-Kaserne in Straß, ein.

Im Krieg in Italien


Über sein bewegtes Leben kann der rüstige Mann viel erzählen. Sein Vater Franz war 1938 der erste Bezirkskommandant im südsteirischen Landkreis. Rudolf selbst trat am 13. März 1943 der Feuerwehr bei. Damals führte er bereits die von seinem 1941 verstorbenen Vater übernommene Gerberei. In den Kriegswirren wurde er zum Arbeitsdienst nach Radkersburg und später als Soldat der Wehrmacht an die Front in Italien beordert.

Rudolf Sinigoj im Kreise der Kollegen Foto © FF Straß


Im Jahr 1945 machte er sich von Montecassino aus, südlich von Rom, auf den Heimweg. Zu Fuß. „Zwei Mal wurde ich unterwegs gefangen genommen. Im Juni 1945 landete ich wieder in Straß.“ 1952 verkaufte er die familieneigene Gerberei. Er arbeitete für Skischuhfabriken in Jugoslawien und einen großen Kunststoffhersteller in Deutschland, suchte in Südafrika nach Gerbstoffen für die Lederindustrie, besuchte mit Delegationen Afrika und gründete in Indien und Brasilien Feuerwehren.

Feuerwehr-Gründer


Daneben war Rudolf Sinigoj mit viel Engagement für seine Heimatfeuerwehr tätig. Fünf Jahre, von 1987 bis 1992, fungierte er sogar als Kommandant. Zudem leitete er den Brandabschnitt. Er war Gründungsmitglied der Betriebsfeuerwehr bei der Firma Stabil. Kontaktfreudig war er schon immer, davon profitierten nicht nur seine Kameraden in Straß.


Für seine jüngeren Kollegen findet er viele positive Worte. „Ich ziehe den Hut, was die Feuerwehrleute heute alles leisten müssen. Sie müssen viele Kurse besuchen, wegen jeder Kleinigkeit ausrücken.“ Sie müssten viel können und wissen. Eine anspruchsvolle Tätigkeit. Kommandant Markus Klöckl gibt das Lob zurück: „Rudolf erzählt viel, ist sehr aktiv. Er hat einen hohen Stellenwert bei uns.“

Rudolf Sinigoj mit seiner Gattin Josefine Foto © Privat

Mein größtes Glück


Und was treibt den rüstigen Pensionisten zusätzlich an? Etwa die Pflege seines großen Grundstückes samt Fischteich und vielen exotischen Pflanzen. Und natürlich die Familie und die Liebe zu seiner Gattin Josefine, die nächste Woche 93 wird. „Sie ist mein größtes Glück. Mit diesem Schatz bin ich seit 70 Jahren verheiratet.“

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