AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Bürgermeisterin Elke HalbwirthIn Gleinstätten: "Die Bevölkerung war gespalten"

Heute auf den Tag vor drei Monaten wurde Elke Halbwirth (ÖVP) zur Bürgermeisterin gewählt. Keine leichte Aufgabe, mit schwierigen Themen wie dem Haus der Musik und der leer stehenden Landesberufsschule. Und wie läuft es heute in Gleinstätten?

Elke Halbwirth
© Michael Schaffer-Warga/Gde Gleinstätten
 

Vor drei Monaten wurden sie recht überraschend zur neuen Bürgermeisterin von Gleinstätten gewählt. Damals waren Sie noch eher wortkarg. Nun darf ich nachfragen: Wie geht es Ihnen heute als Bürgermeisterin?
ELKE HALBWIRTH: Sehr gut. Es ist eine sehr interessante Aufgabe, es macht mir sehr viel Spaß. Ich habe viel positives Feedback erhalten, habe den Eindruck, dass die Bevölkerung es mag, dass eine Frau an der Spitze steht. Und ich mag Herausforderungen.


Was ist für Sie die größte Herausforderung?
ELKE HALBWIRTH: In den letzten Jahren entstand in der Fusionsgemeinde Gleinstätten-Pistorf durch Konflikte ein Spalt. Dieser Spalt soll nun wieder verschmälert werden. In der Fusionsgemeinde fühlt sich ja jeder zu seiner alten Gemeinde mehr hingezogen. Die Bevölkerung war ja vor allem durch die Musik gespalten.


Weil Sie die langen Diskussionen um das Musikhaus der Musikkapellen Gleinstätten und Pistorf ansprechen: Gibt es da schon eine Lösung?
ELKE HALBWIRTH: Es ist sehr ruhig. Es gibt konstruktive Gespräche, es wird miteinander kommuniziert. Es wurde in den letzten Jahren viel Porzellan zerbrochen. Nur durch Gespräche kann man diese Stücke wieder zusammenführen.


Wie ist der Stand der Dinge?
ELKE HALBWIRTH: Es wurde eine Benützungsordnung erstellt. Diese wurde von beiden Seiten für gut befunden. Beide Vereine nützen das Haus.


Sind damit die Diskussionen abgeschlossen?
ELKE HALBWIRTH: Ich weiß nicht, ob sie abgeschlossen sind. Wir haben von der Gemeindeseite her jedenfalls unser Bestes gegeben. Die Musikvereine haben ein Haus für Proben und Veranstaltungen. Wir schenken Ihnen das Haus, sie dürfen es nützen und sich musikalisch entfalten. Es gibt ein Miteinander, ich habe den Eindruck, dass es beide Seiten so wollen.


Das klingt ja positiv...
ELKE HALBWIRTH: Ja. Beide Vereine sind sehr kooperativ.


Eine große Baustelle in der Gemeinde ist die Landesberufsschule. Nach der Schließung im vergangenen Juni steht der riesige Komplex ja leer. Er soll verkauft werden. Gibt es schon konkrete Interessenten?
ELKE HALBWIRTH: Bei der LIG (Landesimmobiliengesellschaft, Anm.) gibt es Angebotsleger.


Wissen Sie schon Konkretes?
ELKE HALBWIRTH: Nein.


Was sind die nächsten großen Vorhaben, die in Gleinstätten anstehen?
ELKE HALBWIRTH: Die Neue Mittelschule und die Polytechnische Schule sollen umgebaut und saniert werden. Wir sind am Planen. 8,3 Millionen Euro werden investiert. Die NMS wird von Grund auf saniert, es wird auch einen Zubau mit Turnsaal und Küche geben. Diese wurden ja bisher bei der Landesberufsschule mitbenützt. Außerdem werden wir uns schon auf die Gemeinderatswahl vorbereiten. Es ist mir ein Anliegen, dass wir den Ort als Wohngemeinde und Wirtschaftsstandort weiterentwickeln. Vielleicht bereiten wir auch etwas in Richtung sanften Tourismus vor.


Sie werden für die ÖVP als Spitzenkandidatin in die Gemeinderatwahl im Frühjahr 2020 gehen?
ELKE HALBWIRTH: Ja, so ist es gedacht.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren