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Am Schießplatz in WagnaWo die Polizisten bald wieder scharfschießen

Die Besitzer Peter Irgang und Josef Höller investieren rund drei Millionen Euro in den Umbau der Polizei-Schießanlage in Wagna. Heute erfolgt der Spatenstich. Anrainer sollen durch die Anlage nicht belästigt werden.

Die Übungsanlage in Wagna wird saniert © Wieser
 

Wie viele Schuss in der Schießanlage in Aflenz bei Wagna im Laufe der Jahre abgegeben wurden, lässt sich nicht mehr verifizieren. Fest steht aber, dass es in den letzten Jahren still wurde am Polizei-Schießplatz in der Südsteiermark. Etliche Anrainer fühlten sich durch Schießübungen im Freien gestört. Diese wurden dann eingeschränkt. Die Schießanlage sollte dann überdacht werden, dieser Baubescheid wurde beeinsprucht.


Nun ist aber alles wasserdicht. Heute Nachmittag erfolgt der Spatenstich für das neue Einsatztrainingszentrum und die Raumschießanlage für die Polizei. Spätestens im März kommenden Jahres soll die Eröffnung erfolgen.

Spatenstich in Wagna
Foto © Polizei

Die Besitzer, der Landwirt Josef Höller und der Tierarzt Peter Irgang, werden rund drei Millionen Euro investieren. „Es wird eine der modernsten Schießanlagen Europas errichtet“, so Höller. Diese Raumschießanlage ist rund 30 Meter lang und acht Meter breit, aus Beton und mit Erde überdeckt. Bis zu sechs Schützen haben nebeneinander Platz. Geschossen wird mit Pistolen und Maschinenpistolen.


Zudem wird eine weitere Trainingshalle gebaut. Die bestehenden Gebäude sollen saniert werden. Die Polizei soll dort zahlreiche Einsatzübungen abhalten können. Das Wichtigste aber: „Anrainer sollen nicht gestört werden“, erklärt Josef Reich, der in der Landespolizeidirektion Steiermark für das Projekt verantwortlich ist. Die Polizei soll sich für zumindest 25 Jahre einmieten. „Bei Bedarf kann dort aber auch das Bundesheer Schießübungen abhalten“, so Reich.

Das geplante Einsatztrainingszentrum umfasst 30.600 Quadratmeter und wird von rund 1300 Polizistinnen und Polizisten im Jahr genutzt. Der ranghöchste Polizist der Steiermark, Landespolizeidirektor Gerald Ortner, freut sich: „Persönlich bin ich mit der professionellen Entwicklung der steirischen Polizei, ob bei Ausrüstung, Ausbildung oder Infrastruktur, sehr zufrieden. In der Gesamtheit trägt diese Entwicklung enorm zur Sicherheit in der Steiermark bei und hilft uns, unseren Dienst an der Bevölkerung zu versehen“.


Ursprünglich gehörte das Anwesen an der Sulm dem Bundesheer. Nach der Schließung der Kaserne in Leibnitz wurde die Schießstätte vom Militär nicht mehr benötigt. Die Republik verkaufte die Liegenschaft an Josef Höller und Peter Irgang. Sie vermieten diese seit dem Jahr 2011 an die Polizei.

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