Erstmals in der SteiermarkEin Radverkehrskonzept für sechs Gemeinden

Um den Verkehr zu entlasten, erarbeiten die Stadt Leibnitz und fünf Umlandgemeinden in Kooperation mit dem Land ein gemeinsames Radverkehrskonzept. Bevölkerung wird mit Befragung eingebunden.

Passendes Motiv für den offiziellen Startschuss des Radverkehrskonzepts Zentralraum Leibnitz
Passendes Motiv für den offiziellen Startschuss des Radverkehrskonzepts Zentralraum Leibnitz © Robert Lenhard
 

Um den Radverkehr zu attraktivieren beschreiten die Bezirksstadt Leibnitz sowie die Umlandgemeinden Gabersdorf, Gralla, Tillmitsch, Ragnitz und Wagna neue Wege. In Kooperation mit dem Land wollen sie ein gemeindeübergreifendes „Radverkehrskonzept Zentralraum Leibnitz“ erarbeiten. „Es muss uns gelingen, das Fahrrad als Verkehrsmittel Nummer eins für kurze Strecken zu etablieren. Daher freut es mich, dass sich erstmals sechs Gemeinden dazu entschlossen haben, ein gemeinsames Radverkehrskonzept zu erstellen“, so Verkehrslandesrat Anton Lang, der eine kräftige finanzielle Beteiligung des Landes in Aussicht stellte.

Zuerst muss das Konzept freilich erarbeitet werden. Einen ersten Workshop gab es bereits im Vorjahr, demnächst wird mit einer Bestandsanalyse aller Radverkehrswege begonnen. Parallel dazu wird die Bevölkerung mittels Fragebogen und im Internet zu ihrem Mobilitätsverhalten befragt. Darauf aufsetzend werden die einzelnen Maßnahmen im Bereich Infrastruktur und Bewusstseinsbildung erarbeitet und nach Prioritäten gereiht. Bis September will man damit fertig sein, die Umsetzung der Maßnahmen ist für die Jahre 2019 bis 2021 geplant.

Lückenschlüsse und eigene Radstreifen

Zu erwarten sind vor allem Lückenschlüsse zwischen den bestehenden Radwegen und die sichtbare Ausweisung von Hauptradrouten zwischen den Gemeinden sowie ins Zentrum Leibnitz und zu Haltestellen des öffentlichen Verkehrs. Denkbar ist auch die Einführung von Radstreifen auf Straßen, damit Radfahrer schneller und sicherer vorankommen. „Das wird zu Diskussionen führen, aber wir müssen hier umdenken. Bis zu einer Entfernung von fünf Kilometern lassen sich alle Wege mit dem Fahrrad erledigen“, ist der Leibnitzer Bürgermeister Helmut Leitenberger überzeugt.

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