AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Deutschlandsberg

Ein neues Dach um 270.000 Euro

Der Hauptturm der Burg Landsberg erhält ein 15 Meter hohes Dach aus Titanzink. Baubeginn ist im März 2017. Auch sonst tut sich einiges in der Burg.

Die Burg bei Deutschlandsberg
Die Burg bei Deutschlandsberg © Wieser
 

Es ist ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk für die Stadt Deutschlandsberg - und auch den Burghistoriker Anton Steffan. Kürzlich gab das Land Steiermark Fördergelder in der Höhe von rund 270.000 Euro (80 Prozent davon stammen aus EU-Töpfen) für die weitere Sanierung der Burg frei.


Konkret soll mit der Summe der frühgotische Hauptturm ein Dach erhalten. „Derzeit tritt nämlich im Winter, wenn Schnee auf dem Turm liegt, immer wieder Wasser in die Burg ein“, schildert Steffan. Wertvolle Exponate im darunterliegenden Burgmuseum könnten dadurch beschädigt werden, auch für das historische Mauerwerk sei die Feuchtigkeit schädlich.


Die Planungsarbeiten laufen bereits für das Dach, das der Burg ein markantes neues Aussehen verleihen könnte. Rund 15 Meter hoch soll der Dachstuhl werden, das 60 Grad steile Dach selbst wird aus Titanzink bestehen. „So wie es auch früher war“, freut sich Steffan. Bis zum Jahr 1870 hatte der Turm ein derartiges Dach, danach wurde dieses abgetragen.


Im Dachstuhl könnten Lagerräume entstehen, auch die darunterliegenden Zinnen sollen versetzt werden. Als Aussichtspunkt soll der Turm weiter zugänglich sein. Die Arbeiten sollen von der Firma Pfleger durchgeführt werden. Baubeginn: Spätestens im März.

Die Burg

Um 1185 wurde die Burg „Lonsperch“ erstmals urkundlich erwähnt. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Anlage immer wieder erweitert und
umgebaut. Seit 1932 gehört die Burg der Stadtgemeinde. Im Burgmuseum sind rund 5000 Exponate ausgestellt.


Das neue Dach soll besonders wetterfest sein. „Es hat eine Halbwertszeit von gut 350 Jahren.“ Eine Sanierung sei dann in den nächsten Jahrhunderten nicht mehr nötig...
Im hinteren Teil der Burg wird derzeit schon gearbeitet. Der Wirtschaftstrakt der mittelalterlichen Burg wird rekonstruiert. Die ausgegrabenen Mauern werden wieder aufgebaut. „Sie sind schon drei, vier Meter hoch“, schildert Steffan. „Jetzt kommt eine Betondecke drauf. Bis Weihnachten soll es soweit sein. Dann ist das Erdgeschoss fertig.“ In den nächsten zwei, drei Jahren könnte dann ein weiterer Aufbau erfolgen.


Dafür gibt es übrigens Pläne aus dem Jahr 1804. „Diese wurden von einem Marburger Architekten gezeichnet. Es ist alles auf fünf Zentimeter genau eingezeichnet. Wir könnten die Burg eins zu eins rekonstruieren“, ist Steffan dankbar.


Dankbar ist er auch über das milde Wetter. Und da regt der Historiker an, das Burgmuseum künftig um etwa einen Monat länger geöffnet zu halten. Heuer wurde es mit Ende Oktober geschlossen. „Allein am Montag und am Allerheiligentag hätten wir mit dem Eintritt sicher 1500 bis 2000 Euro einnehmen können.“

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren