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Kunstprojekt

Wie ein Ziegel aus dem Vatikan in die Steiermark kam

Die Feldbacher Künstlerin Roswitha Dautermann hat für einen Originalziegel aus der Mauer der Heiligen Pforte im Vatikan für die Basilika Maria Trost in Graz ein Kunstobjekt geschaffen. Das „Tor der Bamherzigkeit“ wurde in der Wallfahrtsbasilika im Rahmen eines Festgottesdienst gesegnet und vorgestellt. Von Johann Schleich

Roswitha Dautermann mit Pater Egon und Seelsorger Josef Gölles vor ihrem Kunstobjekt.
Roswitha Dautermann mit Pater Egon und Seelsorger Josef Gölles vor ihrem Kunstobjekt. © Johann Schleich
 

Am Zustandekommen dieses sakralen Kunstobjektes haben zwei Geistliche aus dem Bezirk Südoststeiermark, der Pfarrer von Maria Trost Josef Bierbauer aus Kirchbach und der in Maria Trost tätige Seelsorger Josef Gölles aus Gniebing (Gemeinde Feldbach) beigetragen. Die Gespräche mit dem Vatikan führte der Benediktinerpater Egon Homann, der in Maria Trost als Seelsorger wirkt.

Ihm ist es nach langen Verhandlungen gelungen, einen der für die Christenheit bedeutungsvollen Ziegelsteine der Heiligen Pforte zu bekommen. „Es ist der erste Ziegel aus der Vatikanpforte, der in die Steiermark gebracht wurde. Im Jahr 2000 wurde die Heilige Pforte mit Ziegeln zugemauert und zum Heiligen Jahr der Bamherzigkeit im Vorjahr geöffnet. Der Ziegel ist ein Zeichen der Gemeinschaft von Maria Trost mit dem Papst“, erzählt der engagierte Benediktinerpater.

Sehr begehrte Ziegel

Die Ziegel aus der Heiligen Pforte sind in vielen Pfarren der Welt äußerst begehrt und nur unter bestimmten Voraussetzungen als Geschenk zu erhalten.
Zur Einbettung des Ziegels in ein Kunstobjekt wurde die Feldbacher Künstlerin Roswitha Dautermann auserwählt. „Nachdem der Ziegel aus der Heiligen Pforte stammt, schuf ich ein Tor, in dessen Durchgang der Ziegel in der Waage ausgerichtet liegt. Am Ende des Jahres wird der Ziegel senkrecht aufgestellt, so dass das Kunsttor verschlossen wird“, erklärte die Künstlerin bei der offiziellen Vorstellung in der Grazer Basilika.

Ein Tor vor dem Altar

Die rote Farbe des Ziegels steht für das Leben und Blut und das weiße Tor symbolisiert die Unschuld und das Göttliche. In den nächsten Monaten bleibt das „Tor der Bamherzigkeit“ vor dem Altar in der Basilika Maria Trost zur Besichtigung aufgestellt. Das Ziegelrelief zeigt das vatikanische Wappen mit der päpstlichen Tiara und zwei Schlüsseln.

Pfarrer Bierbauer bezeichnete die Idee von Dautermann, einen Teil aus der Heiligen Pforte in ein steirisches Kunsttor einzubetten als geniales Kunstobjekt. „Besser hätte die Verbindung zwischen Vatikan und Maria Trost nicht gelingen können.“

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