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''jOpera''

Mit der Königin der Operette in die neue Saison

Im Mittelpunkt des Jennersdorf Festivalsommers jOpera steht heuer „Die Fledermaus“. Schloss Tabor hat eine neue Drehbühne und wird zur Ganzjahresdestination ausgebaut. Von Regina Trummer

LAbg. Johann Richter, Sigrid Joham (jOpera-PR), Landesrat Helmut Bieler, Intendant Dietmar Kerschbaum, Fledermaus und Hausherr Johann Haberl © Regina Trummer
 

Nach dem „Freischütz“ des vergangenen Jahres nun also leichtere Kost mit der „Fledermaus“ von Johann Strauss. Dass auf Schloss Tabor in Neuhaus am Klausenbach Operette statt (romantischer) Oper gespielt wird, erfüllt im 14. Jahr des Festivals jOpera, eine Vision von Intendant Dietmar Kerschbaum: „Die Königin der Operette nach internationalen Aufführungen auch einmal hier zu machen, war mir ein Herzenswunsch. Wir stehen für Qualität und werden auch dieses Genre mit Herz erfüllen.“

Mit seiner Ehefrau Renate Pitscheider hat er zudem eine ideale Rosalinde zur Seite und im Kabarettisten Christof Spörk einen vielversprechenden Debütanten für die Rolle des Gefängniswärters „Frosch“ unmittelbar vor der eigenen Haustür entdeckt. In der Rolle des Prinzen Orlofsky wird Thomas Lichtenecker zu erleben sein.

Zu „alten Bekannten“ wie Regisseur Dominik Wilgenbus, Choreograf Florian Hurler oder Produktionsleiterin Alexandra Rieger gesellt sich heuer Manfred Waba mit ungewöhnlichem Bühnenbild: „Es ist einem surrealistischen Gemälde nachempfunden, das dennoch Raum für Verwandlungen bietet, weil heuer erstmals eine Drehbühne mit Spielpodesten zur Verfügung steht. Immer wiederkehrendes hochaktuelles Motiv ist das der Uhr als Symbol für das Verrinnen der Zeit, die Getriebenheit der Menschen zum Mehrscheinen als Sein in einer überbordenden Welt.“

Von Regisseur Wilgenbus in den 1925er Jahren angesiedelt, hat Kostümchefin Susanne Özpinar burlesk-groteske Gewänder erdacht, die „kein freundliches Vorgaukeln lustiger Träume, sondern eher Albträume entstehen lassen“. Als musikalischer Leiter konnte mit dem Briten Alexander Joel (Halbbruder des Sängers Billy Joel) ein besonderer Pultstar für die Leitung der Jungen Philharmonie Brandenburg gewonnen werden. Mit dabei auch heuer wieder der jOpera Kinder- und Jugendchor, der jungen Stimmen ganzjährig in drei Altersgruppen fundierte Ausbildung und Auftritte ermöglicht.

Über das Jahr

Zur Ganzjahresdestination möchte Intendant Kerschbaum auch Schloss Tabor ausbauen. So wird es heuer erstmals Adventwochenenden mit Kunsthandwerk, Kulinarik sowie einer Sing- und Bastelstube geben.

Jopera 2016

„Die Fledermaus“, Operette von Johann Strauss, auf Schloss Tabor (Neuhaus/Klausenbach). Premiere am 4. August (weitere Vorstellungen 6., 7., 10., 12., 13., 14. August, jeweils 20 Uhr).
Filmkonzert „Big Business“ und „Die Austernprinzessin“ am 5. August um 21 Uhr auf Schloss Tabor mit dem Aljoscha Zimmermann Ensemble.
„Kreativcamp“ für Kinder und Jugendliche von 9. bis 14. Juli auf Schloss Tabor.
„Die Regimentstochter“, Oper für junges Publikum nach Motiven von Gaetano Donizetti, am 12., 13., 14. und 15. September im KUZ Jennersdorf (8.30 und 10.30 Uhr).
„Von hier aus“, Ausstellung von Künstlern mit biografischer Verbindung zum Dreiländereck. Vernissage am 2. Oktober auf Schloss Tabor, 11 Uhr (bis 13. November).
„Advent auf Schloss Tabor“ am 10./11. und 17./18. Dezember auf Schloss Tabor.
Infos und Karten: Festival- und Kartenbüro, Kirchenstraße 4 (8380 Jennersdorf), unter Tel. (033 29)43 037 bzw. unter www.jopera.at

Die Zeit vom Festivalsommer bis dahin füllt im Oktober die Ausstellung „Von hier aus“, die von Künstlern mit Bezug zum Dreiländereck bestückt wird, deren es ja bekanntlich nicht wenige gibt. Mit Donizettis eigens adaptierter „Regimentstochter“ im September wird die Welt der großen Oper auch heuer wieder dem jungen Publikum näher gebracht.

Besuchermagnet

Stellvertretend für viele andere Parameter und Zahlen, die zusätzlich zu Inhalt und Qualität stimmen müssen, führte Kerschbaum jene 790.000 Euro an, die 2015 als Umwegrentabilität von jOpera erwirtschaftet wurden. 8000 Besucher lockte das Festival ins südliche Burgenland. Dafür gab es anlässlich der Präsentation im Hotel &Spa Larimar in Stegersbach – mit vielen anderen Kulturfreunden und dem Land für das Sponsoring von jOpera verantwortlich – großes Lob von Kulturlandesrat Helmut Bieler: „jOpera ist für uns ein idealer Partner und aus dem Kulturangebot nicht mehr wegzudenken. Dass es dafür die Unterstützung aller zwölf Gemeinden im Bezirk Jennersdorf gibt, ist einmalig.“

Die besondere Rolle der Kultur für den Tourismus betonte schließlich Larimar-Chef Johann Haberl: „Wir haben pro Jahr eine Million Nächtigungen im Südburgenland, die Verbindung mit Kulturangeboten ist eine große Chance, internationalen Tourismus aufzubauen.“

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