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Alle Termine auf einen BlickDie Perchten und Krampusse treiben wieder ihr "Unwesen"

Die Saison der Krampusse ist eröffnet: In Bairisch Kölldorf steigt am Samstag der erste Lauf im Bezirk. Ein höllischer Überblick und ein Besuch bei den Perchten in Aug-Radisch.

In Bairisch Kölldorf beginnt morgen die Saison der Perchtenläufe in der Region © JANISCH
 

Offiziell hat der Krampus ja erst am 5. Dezember seinen „Feiertag“. Aber den teuflischen Gesellen ist ein Tag im Jahr scheinbar nicht genug. Auf zahlreichen Krampus- und Perchtenläufen treiben sie auch in der Südoststeiermark ihr Unwesen. Los geht die Krampus-Saison morgen: Da steht in Bairisch Kölldorf der erste Perchtenlauf des Jahres auf dem Programm.

Akribische Vorbereitung


Material kaufen, Termine organisieren, neue Masken schnitzen und den Traktor auf Vordermann bringen – Perchtenvereine haben das ganze Jahr zu tun. Auch die Au-Perchten aus Aug-Radisch (Gemeinde Gnas). „Gerade kurz vor den Läufen braucht man schon ein mal ein paar Tassen Kaffee und arbeitet bis zwei in der Früh”, verrät Obmann Alois Fuss. Wirklich ernst wird es Anfang November, wenn die Krampus- und Perchtensaison beginnt.

 

Hier laufen die Perchten und Krampusse auf

10. November: Perchtenlauf in Bairisch Kölldorf, Vorplatz der Thermenlandhalle, 17 Uhr.
24. November: Krampusparty in Hohenbrugg, 17.30 Uhr.
24. November: Perchtenlauf in Bierbaum am Auersbach, 18 Uhr.
30. November: Perchtenlauf in Gnas, Einkaufszentrum Nord,
18 Uhr.
1. Dezember: Einzug des
Heiligen Nikolaus mit Gefolge, Rathausplatz Mureck, 17 Uhr.
1. Dezember: Perchtenlauf in Riegersburg mit Perchtendisco, 18 Uhr.
1. Dezember: Perchtenlauf in Kirchbach, 18 Uhr.
2. Dezember: Krampusmarkt in Feldbach, Hauptplatz, 14 Uhr und in Leitersdorf, 17 Uhr.
2. Dezember: Nikolausmarkt
in St. Stefan im Rosental,
Firmengelände Diglas, 13 Uhr.
5. Dezember: Krampusmarkt in Bad Radkersburg, Hauptplatz, 15 Uhr.
5. Dezember: Krampusrummel in Kirchberg an der Raab,
Kirchpark, 18 Uhr.
5. Dezember: Krampusrummel in Fehring, Hauptplatz, 17 Uhr.
7. Dezember: Perchtenlauf in der Disco „Max“ in Feldbach, 19 Uhr.
29. Dezember: Perchtenlauf in Aug-Radisch, 18 Uhr.

 

Die Au-Perchten investieren viel Zeit in ihre Masken Foto © Janisch

 

In den nächsten Wochen werden wieder hunderte Krampusse und Perchten die Besucher auf den vielen Veranstaltungen begeistern. Auch die Au-Perchten haben wieder ein straffes Programm. „Wir machen jedes Jahr zwischen sieben und zehn Läufe, der Höhepunkt ist dabei schon unser eigener”, so Fuss. Er findet am 29. Dezember in Aug-Radisch statt und ist für viele im Verein etwas ganz Besonderes.

Man bekommt einfach so viel zurück und es freut mich, wenn wir die Leute begeistern können

Alois Fuss

 

Die 14 Perchten kommen dabei gemeinsam mit zwei Hexen und einem Engel hinter einem Teich hervor und sorgen so für eine schaurige Atmosphäre, wenn das Wetter mitspielt. „Leider hatten wir in den letzten Jahren oft Pech damit. Hoffentlich wird es heuer besser”, hofft der Obmann.

 

Die Au-Perchten ohne Masken Foto © Janisch


Bei den Au-Perchten beginnt die Rekrutierung für neue Mitglieder schon früh, wenn auch nur bei den eigenen Kindern. Vier Nachwuchs-Perchten sind im Verein dabei, unter ihnen die zehnjährige Selina Berner. „Seit meinem dritten Lebensjahr gehe ich neben meiner Mama und meinem Papa mit, das macht richtig Spaß”, erklärt sie.


Für andere Mitglieder gibt es eine Altersgrenze von 18 Jahren. Anfragen gäbe es viele, sagt der Obmann. „Mich fragen viele, ob sie mitmachen können. Uns geht es aber nicht um die Größe des Vereins, sondern um die familiäre Stimmung.” 40 Mitglieder zählt der Verein, den es seit 2005 gibt. 25 davon sind aktiv.

Traktor umgebaut

Ein Hingucker der Au-Perchten ist der aufwendig gestaltete Traktor. Zuerst fuhr man mit einem alten Porsche vor, seit Kurzem hat man einen Steyr komplett umgebaut. „Da ist kaum mehr was original, aber er sieht wirklich spitze aus”, erzählt Raphael Mayer. Bei den vielen Nachtschichten hilft die eine oder andere Tasse Kaffee. „Unser Spezial-Kaffee lässt dich nicht einmal blinzeln”, verrät Mayer mit einem Lachen.


Neben dem Traktor fallen die Au-Perchten durch die selbst geschnitzten Masken auf. Verantwortlich für jede einzelne schaurige Visage ist Obmann Fuss. Seit Gründung des Vereins hat er bei mehr als 70 Masken Hand angelegt. „Bei einer sitze ich zwischen acht und 15 Stunden, bei Spezialwünschen auch schon einmal länger.“ Warum der ganze Aufwand? „Man bekommt einfach so viel zurück und es freut mich, wenn wir die Leute begeistern können.”

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