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Zum 95. Geburtstag von Hertha TöpperVom Singen und Lieben

Altistin mit Tiefgang und Weltrang: Die große Hertha Töpper, Wahl-Münchnerin aus Graz, feiert heute (19. April) ihren 95. Geburtstag.

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Die Hosenrolle des Octavian im „Rosenkavalier“ von Richard Strauss zählte zu den Paradepartien von Hertha Töpper © KK
 

Ihr wurde die Musik nicht nur sprichwörtlich in die Wiege gelegt: Ihr Vater, ein Musiklehrer, platzierte auf der einen Seite des Töchterchens eine Goldmünze, auf der anderen Seite eine Violine – und das Baby griff zum Instrument...

„Aber da hat er wohl ein wenig manipuliert und die Geige einfach dorthin gelegt, wo ich hinschaute“, relativierte Hertha Töpper die Episode einmal in einem Interview mit dem Intendanten August Everding. Allerdings habe sie tatsächlich schon früher Noten als Buchstaben gelernt, lieber mit Instrumenten als mit Puppen gespielt, und der Geige blieb sie treu. Allerdings nur bis 16. „Da meldete mich eine Freundin ohne mein Wissen bei ihrer Gesangslehrerin an. Da war es um mich geschehen“, verriet uns die Grazerin einmal.

Man kann der Schulkollegin nicht genug danken. Denn das war der Senkrechtstart einer Karriere, die ihresgleichen sucht. Und auch der Beginn einer großen Liebe, denn am Landeskonservatorium lernte Töpper den Direktor und Komponisten Franz Mixa kennen, den sie 1949 heiratete. Vier Jahre zuvor war ihr Bühnendebüt über Nacht gekommen: „Um 7 Uhr abends wurde ich von der Grazer Oper als Einspringerin für die Partie der Ulrica in Verdis ,Maskenball’ angefragt, und tags darauf sang ich die Wahrsagerin schon – frei nach dem Motto: Frechheit, steh mir bei!“
In den sieben Jahren in Graz lernte die Altistin ihr Kernrepertoire, das sich schließlich auf 70 Opern und 70 konzertante Werke ausweiten sollte – samt ihren Paraderollen Carmen in Georges Bizets Klassiker und Octavian im „Rosenkavalier“ von Richard Strauss.

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