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Steirer des Tagesstyriarte auf Steirisch und Japanisch

Bei der styriarte gibt es auch heuer wieder viele „Heimspiele“ steirischer Künstler. Was nicht jeder weiß: Im Team des Festivals sind auch „Legionäre“ aus dem fernen Japan dabei.

Neue Hofkapelle Graz mit Adrian Schvarzstein © 
 

Was wären die steirischen Festspiele ohne Steirer? Mathis Huber schätzt die Internationalität. Aber der styriarte-Intendant setzt immer auch auf heimische Künstler. Und so ist auch heuer wieder eine große Schar dabei.

Kulturmanager Huber verlässt sich das ganze Jahr über auf 15 fixe Mitarbeiter, einige davon in Teilzeit beschäftigt. Sie halten das mit 2,8 Millionen Euro budgetierte Unternehmen am Laufen. Zum Kernteam zählen die deutschen Dramaturgen Thomas Höft und Karl Böhmer, die seit vielen Jahren die Programme mitdenken und -lenken. Zur Hochzeit des Festivals wie jetzt sind darüber hinaus 42 Personen im Konzertteam und 17 im Technikteam aktiv.

Und eine Mann- und Frauschaft aus dem Fernen Osten mischt übrigens auch mit. Wer es noch nicht bemerkt hat: Die Ankündigungstexte auf der styriarte-Website gibt es neben Deutsch und Englisch auch auf Japanisch. Azuma Junichi trat vor vier Jahren an das Festival heran mit der Idee, japanische Übersetzungen zu liefern. Der Englischprofessor, Medien- und Kommunikationswissenschaftler ist auch Geiger in einem Orchester. Und so gab der große Musik- und Österreich-Fan, der schon mehrmals Vorträge an der TU Graz hielt, auch diesmal wieder 17 Studenten der Gakuin-Universität in Kobe in einem Seminar für Global Communication das Projekt styriarte zur Aufgabe.

Die Neue Hofkapelle Graz ist schon seit Längerem ein Fixstarter beim Festival. Am 14. Juli feiert sie u. a. mit der AltBadSeer Musi ein „Hochzeitsfest in Eggenberg“.

Markus Schirmer gehört ja zum Inventar der styriarte. Am 12. Juli bringt der Pianist im Trio Beethoven pur in den Stefaniensaal. Am 5. September beginnt ar|:s:|onore, die vierte Ausgabe seines Grazer Festivals.

Das styriarte Festspiel-Orchester wurde 2014 kreiert. Heuer ist es für Beethovens „Fidelio“ am 13. und 14. Juli in der List-Halle im Einsatz, am Pult steht Andrés Orozco-Estrada.

„Reisen durch Österreich“ am 15. Juli im Freilichtmuseum Stübing mit dem Vokalquartett Chilli da Mur (Foto), Mathias Loibner (Drehleier), dem Trio Csakan 3 um Johann Palier (Gitarre), Gstrich’n vui u. v. a.

BartolomeyBittmann sind der Wiener Cellist Matthias Bartolomey und der Grazer Geiger Klemens Bittmann. Sie spielen am 16. Juli in der List-Halle auch eine Hommage an Festivalgründer Nikolaus Harnoncourt.

Am Samstag in Franz Schuberts „Messe in As“ als Solisten in der landesweiten ORF-Klangwolke zu hören und heute Sonntag noch einmal in der Pfarrkirche Stainz: der gebürtige Brucker Mathias Hausmann (Bariton), die gebürtige Grazerin Johanna van der Deken (Mezzosopran) und Johannes Chum (Tenor) – der Grazer singt übrigens auch am 13. und 14. Juli in der List-Halle in Beethovens „Fidelio“, nämlich den Gefangenen Florestan.

Der freche Dreigesang Zwoadreivier ist bei der styriarte-Landpartie am 21. Juli im Gesäuse ebenso mit dabei wie Flötistin Heide Wartha u. v. a.

Franz M. Herzog wird beim „Fidelio“ am 13. und 14. Juli nicht auf der Bühne der List-Halle stehen, aber der Grazer hat für die Produktion von Beethovens Freiheitsoper den multikulturellen Chor einstudiert.

Nach Schuberts „Schöner Müllerin“ mit Tenor Daniel Johannsen am 15. Juli in Eggenberg serviert Sepp Pichler zum Picknick im Park seine Dudelsackklänge.

Sie hatten schon ihre Auftritte:

OchoReSotto (Stefan Sobotka-Grünewald, Volker Sernetz und Lia Rädler) lieferten mit ihrer Lichtkunst das Bühnenbild zur Fux-Oper „Julo Ascanio“; im Rahmenprogramm mit dabei: Die Fidelen Hirtenfelder sowie Jutta Panzenböck und Christoph Steiner (Schauspiel). Mezzosopran und Wahlsteirerin Iris Vermillion sang bei „Schönberg im Weißen Rössl“, im Ensemble Amarcord spielte Gerhard Muthspiel den Kontrabass. Peter Simonischek las bei „Radetzkymarsch“ aus Joseph Roths Roman. Erich Polz jun. dirigierte das „Fest für Maria Theresia“. Bratschistin Ursula Kortschak spielte in Schloss Eggenberg in einem Quartett von Ferdinand Ries. Bass Wilfried Staber brillierte mit Cinquecento in Renaissance-Motetten. Johannes Silberschneider las in der Rosegger.Soap.

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