Steirerin des TagesSie zeigt Gästen die anderen Seiten der Stadt

Sigrid Alber ist Sprecherin der rund 90 steirischen Fremdenführer, die am Sonntag an fünf Orten im Land zu Touren einladen – zugunsten „Steirer helfen Steirern“.

Sigrid Alber, Sprecherin der 89 steirischen Fremdenführer. © KLZ/Gernot Eder
 

Bei Minusgraden, durch einen Regenschleier oder bei hochsommerlichen Temperaturen: Die insgesamt 89 heimischen Fremdenführer kennen die Steiermark zu jeder Jahreszeit, aus alltäglicher und nicht alltäglicher Perspektive. Anlässlich des „Welttags der Fremdenführer“ laden steirische Guides diesen Sonntag, den 4. März, zu Touren in Graz und Kapfenberg ein (Details siehe Infokasten). Kostenlos, denn die eingenommenen Trinkgelder kommen unserer Hilfsaktion „Steirer helfen Steirern“ zugute.

„Wir wollen an diesem Tag auf unseren Beruf aufmerksam machen und zeigen, was wir vermitteln können und wollen“, erläutert Sigrid Alber, Sprecherin der steirischen Fremdenführer bei der Wirtschaftskammer. Und das ist viel: „Unsere Ausbildung umfasst 400 Stunden, an deren Ende eine umfassende Prüfung steht.“ Hinzukommen Weiterbildungsseminare und das Konzipieren von Führungen zu Gedenkjahren – 2018 etwa zu „800 Jahre Diözese Graz-Seckau“ und dem 100. Todestag von Peter Rosegger.

Die Führungen

Graz: „Rosegger“, Treffpunkt: 11 Uhr, Schloßbergplatz;

„Joanneumsviertel“, TP: 14 Uhr Congress/Sparkassenplatz;

„Von Napoleon beleidigt, von Graz geliebt“, Schloßberg-Rundgang, TP: 15 Uhr, Uhrturm – Führungen der GrazGuides.

„Eggenberger Spaziergang“, TP: 14 Uhr Info-Tafel Gemeindepark Eggenberg – mit Leo Engelmayer.

Kapfenberg: „Moderne Kunst im öffentlichen Raum“, Spaziergang durch Alt- und Innenstadt, TP: 10 Uhr vor der NMS Stadt, Schinitzgasse 15 – mit Sabine Krenn.

„Wir Führer haben alle wichtigen Jahreszahlen zwar im Kopf, aber besonders gut kommen Anekdoten an.“ Wobei der ein oder andere Teilnehmer durchaus seine eigene Sicht mitbringt: „Einmal war ein deutscher Gast fest davon überzeugt, dass der Schilcher kein steirischer, sondern ein deutscher Wein ist.“ Alber nahm es mit Humor. Das und eine große Portion Flexibilität gehöre zum Beruf: „Ich mache mit meiner Gruppe immer auf dem Hauptplatz Halt. Diese Woche sind wir aber wegen der Kälte ins Rathaus gewechselt. Dort gibt es einen schönen Plan vom Platz – und die Gäste mussten nicht frieren.“

Die Top 3

Alber ist schon seit 30 Jahren Führerin. Ihre Top-Drei-Plätze in Graz? „Schloßberg, Landhaushof und Joanneum/Kunsthaus/Murinsel“. Und für Feinschmecker? „Schwammerlsuppe mit Heidensterz, Vanilleeis mit Kürbiskernöl.“

Für die 60-Jährige ist das moderne Graz genauso besuchenswert: „Ich schlage den Gästen vor, auch diese Ecken der Stadt mit der Straßenbahn zu erkunden.“ Tipps für aktuelle Ausstellungen oder Festivals wie „La Strada“ gibt es obendrein. Wann eine Führung gelungen ist? „Wenn die Gäste am Ende sagen: Graz ist spannend, ich komme wieder.“

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