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Steirerin des TagesPreis für eine besondere Sportlerin

Sarah Schmölzer, mehrfache Medaillengewinnerin bei den Special Olympics, wurde mit dem diesjährigen Grawe Award ausgezeichnet. Ein Preis auch für ihr ganzes Team.

Special-Olympionikin Sarah Schmölzer mit Vater Franz
Special-Olympionikin Sarah Schmölzer mit Vater Franz © KK
 

Eilig hatte es Sarah Schmölzer immer schon. Gleich zu Beginn hätte sie das fast das Leben gekostet. Mit sechs Monaten kam sie als Frühchen auf die Welt. Aufgrund von Komplikationen kam es zu Gehirnblutungen. Schmölzer kämpfte sich ins Leben zurück, startete aber mit physischen und psychischen Einschränkungen. Bis zu ihrem siebenten Lebensjahr konnte sie nicht richtig gehen und sprechen, ihre Sehkraft ist eingeschränkt.

Neunzehn Jahre später ist sie mehrfache Medaillengewinnerin bei den Special Olympics in den Disziplinen Eisschnelllauf, Roller Skating und Schwimmen. Eilig, ehrgeizig und energiegeladen trainiert sie regelmäßig in der Tagesstätte des Diakoniewerks in Graz oder in der Eishalle, bestreitet Wettkämpfe. Gewinnt seit zehn Jahren immer wieder Special-Olympics-Medaillen. „Der Sport ist für sie Lebensfreude“, erzählt ihr Vater.

Vorsichtige erste Schritte

Bei Franz Schmölzer überwog zunächst die Skepsis, als ihn seine Tochter als Siebenjährige stur zu überzeugen versuchte, mit dem Eislaufen beginnen zu wollen. Schließlich ließ er sich breitschlagen. Sarah durfte es probieren, bekam Schlittschuhe – „und ihr Verhalten hat sich rapide geändert“, erinnert sich der Vater: Binnen weniger Tage lernte sie, selbstständig zu stehen, und wagte vorsichtig erste Schritte.

Später kam das Inlineskating dazu. Und wieder machte Sarah enorme Entwicklungssprünge: Mit der gezielten Bewegung kam die Sprache. Sarahs Sprache, vor allem wenn es um den Sport geht, ist eine, die mit wenigen Worten, aber viel Begeisterung getragen wird. „Durch den Sport ist sie stabil geworden und hat auch gelernt, mit Niederlagen umzugehen“, sagt der Vater.

Schwerer Schicksalschlag

Den schwersten Tiefschlag aber erlebte sie abseits des Sports. Kurz vor den Winterspielen im heurigen Frühjahr starb Sarahs Mutter. Aufgefangen und angefeuert von einem engagierten Umfeld aus Betreuer- und Trainerteam gewann sie wenige Tage später zwei Silbermedaillen.


Am Freitag erhielt die Kämpferin – und damit ihr gesamtes Team – aus den Händen von Grazer-Wechselseitige-Generaldirektor Klaus Scheitegel und Ehrenpräsident Franz Harnoncourt den diesjährigen Grawe Award.

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