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InterviewRichard David Precht: „Wir erleben gerade zwei Revolutionen“

Der Bürger habe als Konsument gegenüber dem Staat bereits ein völlig infantiles Verhältnis, sagt der Philosoph Richard David Precht.

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Philosoph Richard David Precht
Philosoph Richard David Precht © Getty Images/Ulrich Baumgarten
 

"Ertragt einander und vergebt einander." Ein hehrer Appell aus dem Kolosserbrief, den Sie Ihrem neuen Buch „Von der Pflicht“ vorangestellt haben. Glauben Sie, dass die Erfahrungen der Ausnahmejahre 2020 und 2021 bewirken, dass wir uns künftig anders verhalten, hellhöriger werden?
RICHARD DAVID PRECHT: Das Problem ist immer, wenn man von „Wir“ als Gesellschaft spricht. Es gibt sicher Menschen, die überhaupt nichts gelernt haben und einige, die etwas verändert haben. Es ist wie immer in Krisen. Es verstärkt sich der Charakter, die Solidarischen werden noch solidarischer, die Unsolidarischen noch unsolidarischer. Was sich aber wirklich verändert hat, ist, dass wir uns unserer biologischen Verletzbarkeit bewusst geworden sind. Das wird in Zukunft der große Unterschied sein. Wir leben in technischen Welten. Unsere Kinder denken ja irgendwie, sie sind eher mit dem Smartphone verwandt als mit Lebewesen. Jetzt haben wir aber alle bemerkt, wie ein kleines biologisches Lebewesen unser Leben durcheinanderbringen kann. Corona hat vielen durch die sinnlich spürbare Erfahrung stärker die Augen geöffnet für einen anderen Ausnahmezustand, jenen bei einer Erwärmung um ein oder zwei Grad.

Kommentare (13)
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VH7F
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Es können sich jetzt schon viele Dinge nicht mehr leisten

Sie reden nur nicht darüber. Die Menschen werden mehr werden, wenn nicht gegen gesteuert wird. Die interessiert kein Bio und fairtrade.

Dissentio
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Wunschdenken "Der/Die KonsumentIn hat's in der Hand"

Über Jahrzehnte wurde über mehrere Generationen hinweg die "Geiz ist Geil"-Mentalität gefördert und die Industrie hat den Großteil der Menschen von sich abhängig gemacht (Privat, wie auch beruflich...)
Menschen haben sich dementsprechend einen Lebensstandard geschaffen, dessen Umstruktierung mit erheblichem Mehraufwand verbunden ist;
und das in einer Zeit, in der der Tag ohnehin zu wenig Stunden zum Leben haben scheint....

Das, was schneller geht, günstiger und komfortabler ist, wird in der Masse der Bevölkerung IMMER den Vorzug haben, weil die Leute a) eben immer weniger Zeit haben und b) die Einkommen kaum steigen, die Kosten für Lebensnotwendiges aber ständig steigen (während gleichzeitig Unnötiges immer billiger und mehr wird.....)

Aus dieser Spirale ausbrechenen können leider nur diejenigen, die es sich finanziell auch leisten können! Bspw: BesserverdienerInnen, Pensionisten mit bereits fertig finanziertem Eigenheim, kinderlose Paare oder Personen, die keinen finanziellen Rücklagen ansparen müssen, weil sie ohnehin einmal erben werden.....

Und DAS ist leider nicht die Masse der Bevölkerung und dieser Anteil ist auch weiter am Sinken... (Einkommensschere....)

sibylle.strauss
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Frauen und Tiere....

Wenn jemand sagt, Frauen fühlen sich durchs "Nicht-Gendern" nicht diskriminiert, hat er oder sie nicht verstanden, worum es geht. Es geht darum, den Männern zu zeigen, dass Frauen aufbegehren, und es geht darum, durch Sprache Bewusstsein zu schaffen. Wenn ich bspw. von Philosoph*innen spreche, stellen sich mehr Menschen Männer UND Frauen vor. (Fragen Sie Linguist*innen und Psycholog*innen...)
Ebenso darf man sagen, dass Massentierhalter Mörder sind, denn es entspricht der Wahrheit.
Dieser Herr scheint mir sich als "besonders" unter den Wissenschftler*innen herausstellen zu wollen und sich über die Gegenwehr der anderen zu definieren.

axe
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Werte

Frau Strauß! Wenn schon, denn schon! Ich bitte darum, Ihren Kommentar zu ändern da Sie absolut gender- inkorrekt von Massentierhaltern und Mördern geschrieben haben! Wenn schon bitte ich um Massentierhalter*innen und Mörde*innen da es klar ist, das es auch weibliche die Massentierhaltung Praktizierende und Mörderinnen gibt, die wir gender- korrekt bitte nicht ausschließen und damit diskriminieren wollen! Ich grüße Sie herzlichst!

sila01
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Man(n) / Frau kann

natürlich ein Problem "erzeugen" um dieses dann lautstark zu lösen. Gendern gehört für mich dazu!!! Wir sind alles Menschen, weiblichen, männlichen und manche mit zwei oder nicht genau definierbarem Geschlecht! Wir sind im 21.Jhd. normalerweise dürfte es die Frage ob ich Frau oder Mann oder mich eben nicht exakt definieren kann, gar nicht geben! Ich bin eine Frau und mich ärgert dieses Genderfrage maßlos, denn es geht darum, dass Frauen bis zu 40% weniger verdienen als Männder, bis zu 40% weniger Pension erhalten als Männer, normalerweise dürfte sich jemand, der sich selbst nicht genau zuordnen kann, überhaupt nur als Mann definieren denn da wäre zumindest die finanzielle Ungleichheit überwunden. VIEL WICHTIGER ALS ZU GENDERN, wäre es die finanzielle Gleichstellung zu schaffen! denn in Wirklichkeit ist es unwichtig ob bei mir jemand in der Wortwahl das "in" anhängt oder nicht, denn damit habe ich vielleicht mein Ego poliert, aber sonst nix. Und wenn Sie schreiben, durch Sprache "BEWUSSTSEIN" zu schaffen, dann würde es vielleicht auch genügen sich daran zu erinnern, dass "die Erde (Gaia)" weiblich ist - und sich somit alles auf einer "weiblichen Grundlage" abspielt :-) wir als weibliche Wesen könnten uns doch allein aufgrund dieser Tatsache großartig fühlen - tun wir aber nicht, weil es irrelevant ist - ob männlich oder weiblich oder nicht definierbar - was zählt ist - wie gehen wir miteinander um!

Hausverstand100
8
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Also,

Ich kenne sehr viele Frauen, wenn ich meine Kundinnen dazunehme sind das Hunderte,
Bin überzeugt davon, das die, welche sich durch das nicht gendern diskriminiert fühlen, an einer Hand abzählen kann.
Die absolute Masse ist der Meinung: was soll der Scheixx!
Außer dass unsere Sprache verhunzt wird bringt es den Frauen rein gar nix, und das sieht auch jede einigermaßen mit Verstand gesegnete Frau so!
Fairness in allen Lebensbereichen ja, natürlich und sofort, aber das Gendern ist ein Orchideenproblem für einige wenige Luxusweibchen die die Mühen der Ebene nie kennen gelernt haben

Sam125
7
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Hausvetstand100 und ich frage mich ernsthaft, warum nicht endlich das Volk,also

Wir ALLE, MÄNNER und FRAUEN, mit Hilfe einer VOLKSBEFRAGUNG entscheiden können,ob wir das GENDERN überhaupt wollen!

Balrog206
3
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Sam

Weil und das eine sehr sehr kleine Minderheit meist Linksblinker vorgibt !
Wie zu allen Krisen Themen , wenn du eine andere Meinung oder auch nur ein Anzeichen von Skepsis äußerst , wirst geknüppelt und zur Not werden noch Vergleiche aus der Geschichte gezogen , damit’s wirklich sitzt !

Balrog206
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Wie

Recht du hast ! Interviews im Tv von Politikern kann man vor lt Genderei nicht mehr anhören !

Dissentio
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Massentierhalter*Innen

...dann oder?

Ich fühle mich durch "_" und "*" gestört, weil dies eine (grafische) Barriere zwischen Maskulinum und Femininum erzeugt, anstelle einer Einigkeit!!! Da ist mir das Binnen-I noch lieber (auch wenn viele, auch Sie wahrscheinlich, das als eine Dominierung durch die maskulinen Form deuten).... Daher:

Generell bitte nur noch geschleuchtsneutrale Bezeichnungen (Mensch, Person, Individuum, Personal, o.ä) mit beschreibendem Beitext (um bei obigem Beispiel zu bleiben: "Menschen, die in Massentierhaltung landwirtschaften") um jene nicht zu beleidigen, die sich zu keinem Geschlecht, oder allen Geschlechtern, zugehörig fühlen!!!! Die geschlechtsneutrale Form ist meiner Meinung nach die einzig korrekt Form, wenn's wissenschaftlich sein soll... MfG

sila01
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ich

bin exakt Ihrer Meinung!

fwf
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Hallo Sibylle !

Massentierhalter*Innen und Möder*Innen nicht vergessen !!!!

GordonKelz
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Sehr aufschlussreich, was der junge Mann

von sich gibt!
Gordon