AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

OststeiermarkWasserverband bietet seit 50 Jahren Rundum-Versorgung

Der Wasserverband Feistritztal feiert 50-Jahr-Jubiläum. 3100 Haushalte in sechs Gemeinden werden jährlich mit 738 Millionen Litern Wasser versorgt.

WVB Feistritztal
Fünf Wassermeister betreuen das Leitungsnetz © WVB Feistritztal
 

Die meisten Menschen wissen gar nicht, was an Technik und Wissen dahintersteckt, wenn man Zuhause den Wasserhahn aufdreht“, sagt Erwin Marterer. Er ist Obmann des Wasserverbandes Feistritztal, welcher heuer sein 50-jähriges Bestandsjubiläum feiert.

Sechs Gemeinden sind es, die hinter dem Wasserverband Feistritztal stecken, außerdem der Obmann und acht Mitarbeiter, davon fünf Wassermeister. Sie betreuen ein 557 Kilometer langes Leitungsnetz, 14 Hoch- und zwei Tiefbehälter, drei Aufbereitungsanlagen sowie 20 Pumpstationen.

Verband übernimmt die ganze Abwicklung

Der Verband wickelt die komplette öffentliche Wasserversorgung in seiner Region ab. "Wenn es einen Rohrbruch gibt, muss kein Gemeindearbeiter ausrücken, sondern es kommt einer unserer Wassermeister", erklärt Obmann Marterer.

Wasserverband Feistritztal

Im April 1968 gründeten die Gemeinden Buchberg, Hirnsdorf, Kaibing, Kaindorf, Pischelsdorf, St. Johann bei Herberstein und Stubenberg den Wasserverband "Feistritztal". Im Sommer kamen Tiefenbach und Hofkirchen dazu.

1970 trat Dienersdorf bei, 1971 Siegersdorf und Hartberg-Umgebung – letztere Gemeinde trat 1975 wieder aus.

2006 trat Hartl bei.

2010 wurde die Transportleitung Oststeiermark eröffnet.

2014: neues Verbandsgebäude in St. Johann eröffnet.

2015 waren nach der Gemeindefusion Hartl, Kaindorf, Feistritztal, Pischelsdorf und Stubenberg Mitglieder.

Seit 2017 werden auch Teile Pöllaus versorgt.

Infos und Führungen: Tel. (03113) 23 08.

Bereitschaftstelefon: 0664-431 47 31.

Rund 15.500 Personen versorgt der Verband. Das Trinkwasser kommt hauptsächlich aus Quellen vom Rabenwald. 2010 wurde die Transportleitung Oststeiermark (TLO) eröffnet. Sie transportiert Wasser, das aus Wildalpen im Hochschwabmassiv kommt, über Graz und Gleisdorf bis nach Hartberg. Seither wird im Feistritztal auch Grazer Wasser beigemischt.

Quellen lassen nach

"Ohne diese Leitung wären wir in den letzten Jahren, die trocken waren, auch trocken gewesen. In der Verbandsregion leben immer mehr Leute, während unsere Quellen aufgrund der Klimaveränderung nachlassen", erklärt Marterer. Neben den Quellen im Rabenwald besitzt der Wasserverband noch sechs Tiefbrunnen (Arteser).

738.000 Kubikmeter Wasser werden im Verbandsgebiet jährlich verbraucht. Rund 1,70 Euro (mit Steuern) kostet ein Kubikmeter davon. Das entspricht tausend Litern, überschlagsmäßig so viel, wie ein Mensch jährlich an Flüssigkeit zu sich nimmt. "Wasser ist also das billigste Lebensmittel", so Marterer.

Sanierungen stehen an

Der Wasserverband müsse sich selbst finanzieren, betont der Obmann, das Jahresbudget von rund 1,3 Millionen speist sich alleine aus den eingehobenen Gebühren. Öffentliche Förderungen gibt es lediglich für Baumaßnahmen. In den nächsten Jahren soll aber im Verbandsgebiet nicht neu gebaut werden, sondern es steht vor allem die Sanierung der Quellfassungen und von alten Rohren an.

Die Ursprünge des Wasserverbandes Feistritztal liegen im Jahr 1958, als die Gemeinde Stubenberg Quellen am Rabenwald erwarb. 1965 kaufte man zusätzliche Quellen an, nach dem trockenen Winter 1967/68 zeigten acht weitere Gemeinden Interesse an einer gemeinsamen Wasserleitung. Bereits im April 1968 wurde daher die Gründungsversammlung für den gemeinsamen Verband abgehalten.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren