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50 Jahre WasserverbandWie das Wasser vom Rabenwald ins Glas kommt

Der Wasserverband Feistritztal feiert 50-Jahr-Jubiläum. 3100 Haushalte in sechs Gemeinden werden mit 738 Million Liter Wasser versorgt.

Fünf Wassermeister betreuen das Leitungsnetz © Wasserverband Feistritztal
 

Die meisten wissen gar nicht, was an Technik und Wissen dahintersteckt, wenn man den Wasserhahn aufdreht“, sagt Erwin Marterer. Er ist Obmann des Wasserverbandes Feistritztal, welcher heuer sein 50-jähriges Bestandsjubiläum feiert.

Sechs Gemeinden (siehe Infobox) sind es, die hinter dem Wasserverband Feistritztal stecken, außerdem der Obmann und acht Mitarbeiter, davon fünf Wassermeister. Sie betreuen ein 557 Kilometer langes Leitungsnetz, 14 Hoch- und zwei Tiefbehälter, drei Aufbereitungsanlagen sowie 20 Pumpstationen. Der Verband wickelt die komplette öffentliche Wasserversorgung ab. „Wenn es einen Rohrbruch gibt, muss kein Gemeindearbeiter ausrücken, sondern es kommt einer unserer Wassermeister“, erklärt Marterer.

Erwin Marterer vor dem Verbandsgebäude in St. Johann bei Herberstein Foto © Jonas Pregartner

Rund 15.500 Personen versorgt der Verband. Das Trinkwasser kommt hauptsächlich aus dem Rabenwald. 2010 wurde die Transportleitung Oststeiermark (TLO) eröffnet. Sie transportiert Wasser aus Graz über Gleisdorf bis nach Hartberg. Seither wird im Feistritztal auch dieses Wasser beigemischt.

Foto © Wasserverband Feistritztal

„Ohne diese Leitung wären wir in den letzten Jahren, die trocken waren, auch trocken gewesen. In der Verbandsregion leben immer mehr Leute, während unsere Quellen aufgrund der Klimaveränderung nachlassen“, erklärt Marterer. Neben den Quellen im Rabenwald besitzt der Wasserverband noch sechs Tiefbrunnen (Arteser).

Bilder vom Leitungsbau: 50 Jahre Wasserverband Feistritztal

Wasserverband Feistritztal
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738.000 Kubikmeter Wasser werden im Verbandsgebiet jährlich verbraucht. Rund 1,70 Euro (mit Steuern) kostet ein Kubikmeter. Das sind Tausend Liter, überschlagsmäßig so viel, wie ein Mensch jährlich an Flüssigkeit zu sich nimmt. „Wasser ist also das billigste Lebensmittel“, so Marterer.

Der Wasserverband müsse sich selbst finanzieren, betont der Obmann, das Jahresbudget von rund 1,3 Millionen speist sich aus den Gebühren. Förderungen gibt es lediglich für Baumaßnahmen. In den nächsten Jahren soll nicht neu gebaut werden, vor allem die Sanierung der Quellfassungen und von alten Rohren stehen an.

So kam es zur Verbandsgründung

Die Ursprünge des Wasserverbandes liegen im Jahr 1958, als die Gemeinde Stubenberg Quellen im Rabenwald erwarb. 1965 kaufte man zusätzliche Quellen an, nach dem trockenen Winter 1967/68 zeigten acht weitere Gemeinden Interesse an einer gemeinsamen Wasserleitung. Bereits im April 1968 wurde die Gründungsversammlung abgehalten.

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