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Thermal-GlashausFrutura in Bad Blumau blickt auf die ersten beiden Jahre zurück

Vor zwei Jahren sind im Megaglashaus im oststeirischen Bad Blumau die ersten Pflanzen gesetzt worden. Neben Gemüse wachsen seither auch die Flächen: Zu den derzeit 15,3 Hektar sollen bis 2020 weiter sieben Hektar hinzukommen.

STEIERMARK: 'ANPFLANZFEST' BEI GLASHAUS-GROSSPROJEKT IN BAD BLUMAU
150 Mitarbeiter sind derzeit in den Glashäusern in Bad Blumau beschäftigt. © APA/KORNBERGER
 

Derzeit werden in Bad Blumau von 150 Mitarbeitern auf 4,3 Hektar biologisch angebaute Tomaten, Spitzpaprika und Gurken gezogen. Insgesamt sind es rund 1000 Tonnen Ernte pro Jahr. Bis zu 5000 Tonnen werden dagegen auf elf Hektar in konventionellem Anbau geerntet. Dabei handelt es sich um diverse Paradeiser-Sorten. Mit der Heizung durch Wärme aus Thermalwasser hat das Glashaus bisher ein Alleinstellungsmerkmal in Österreich.

Manfred Hohensinner, Geschäftsführer von Frutura, hat mit "Luxusproblemen" zu kämpfen, denn die Nachfrage nach seinen Paradeisern, Paprika und Gurken kann er kaum decken. Die Ware wird ausschließlich bei der Handelskette Spar verkauft.

Arbeitskräfte gesucht

Bis 2020 sollen weitere sieben Hektar für konventionell angebaute Tomaten hinzukommen. Die Baugenehmigungen liegen laut Hohensinner schon alle vor, doch vorerst müsse man die im Vorjahr fertig gebauten elf Hektar erst voll hochfahren. Es sei immer noch schwierig, geeignete Arbeitskräfte zu finden.

Durch die Wärme des Thermalwassers kann das Fruchtgemüse insbesondere auch in den kalten Monaten Oktober bis Mai erzeugt werden. Zu dieser Zeit werden Paradeiser und Paprika vor allem aus Südeuropa sowie dem Nahen Osten importiert. Die Importe können durch die Frutura Thermal-Gemüsewelt somit reduziert werden.

Schauglashaus soll erst 2021 kommen

Die geplante Gemüsewelt, ein Schauglashaus für Besucher mit Gastronomie, wird erst 2020 oder 2021 gebaut. Hohensinner schwebt ein "Regionsprojekt" vor, bei dem sich regionale Gastronomen einbringen können. Zudem soll Besuchern das richtige Kochen mit regionalen und gesunden Produkten veranschaulicht werden.

Zu Frutura gehören neben den Gewächshäusern in Bad Blumau auch noch ein Kräuteranbau nahe Straden sowie das Hauptquartier in Hartl bei Kaindorf (Bezirk Hartberg-Fürstenfeld) samt Verpackungszentrum. Zusammen werden knapp 500 Mitarbeiter beschäftigt. Der Umsatz stieg zuletzt auf 275 Millionen Euro an. Für das Wirtschaftsjahr 2018/2019 werden 300 Millionen Euro angepeilt.

Kommentare (1)

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walterkaernten
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Lesenswert?

nutzung natürlicher wärme

Perfekt
Die junge dame die gestern vom bundeskanzler massnahmen gefordert hat, sollte sich das projekt ansehen.
Wenns passt, dann positives weiter erzählen und neue ideen entwickeln.
Nicht nur die regierung kann was tun, sondern private invistoren sind hautsächlich gefragt.
Der firma die besten wünsche.

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