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Gemeindefusionen

Großwilfersdorf und Hainersdorf trauen sich

Großwilfersdorf und Hainersdorf fusionieren. In Hainersdorf ging dem Beschluss Streit um die Volksbefragung voraus, die erst im November kommt.

© KAINER
 

Zeitgleich beschlossen die Gemeinderäte von Großwilfersdorf und Hainersdorf Montag Nacht die Fusion. Dies widerspricht zwar dem Vorschlag des Landes, wonach Hainersdorf mit Ilz und Nestelbach zusammengehen soll, dürfte in Graz aber akzeptiert werden. Von dort seien bereits jeweils 50.000 Euro Fusionsprämie zugesagt, ist zu hören. Heißen soll die neue Kommune Großwilfersdorf.

Während der Beschluss in Großwilfersdorf einstimmig und ruhig fiel, tobte in Hainersdorf eine Auseinandersetzung zwischen der VP und Bürgerlisten-Gemeinderat Rudolf Loder. In der Gemeinde wird nämlich erst im November die von der Hainersdorfer Bürgerliste eingefädelte Volksbefragung stattfinden.

Loder empörte sich, dass die Befragung terminlich nicht vor dem Fusionsbeschluss angesetzt wurde. "Im Nachhinein macht das wenig Sinn. Ihr habt die Fristen entsprechend ausgenutzt", hielt er der VP vor. Mit seinem Antrag, den künftigen Partner beim Fusionsbeschluss vorerst offen zu lassen, scheiterte er an der VP sowie seinen beiden Kollegen der eigenen Fraktion.

VP-Bürgermeister Herbert Roßmann wies die Kritik zurück. Das Befragungsergebnis werde dem Land mitgeteilt, dort falle die Entscheidung ohnehin erst 2014, argumentiert er. Jetzt gelte es, die Fusionsprämie zu sichern.

Schriftliche Verhandlungsergebnisse, die die Waage zugunsten Großwilfersdorfs geneigt hatten, wollte Roßmann trotz massiven Drängens Loders nicht vorlegen. Es gebe "interne" Vereinbarungen, blieb er vage. Bei Feuerwehr, Schule oder Kindergarten werde es keine Verschlechterung geben. Auch das Gemeindeamt bleibe erhalten. Das an Großwilfersdorf grenzende Gewerbegebiet, der höhere Anteil der Hainersdorfer an der künftigen Bevölkerung sowie das gute Gesprächsklima hätten den Ausschlag gegeben. Das "hochmächtige Ilz" habe Hainersdorf nie gewollt und nicht ernst genommen.

Offene Arme

In Großwilfersdorf, das laut Landesvorschlag alleine geblieben wäre, wurde Hainersdorf mit offenen Armen empfangen. "Für uns ergeben sich nur Vorteile", sagt VP-Bürgermeister Johann Urschler. Details der Fusion, wie mögliche Einsparungen, sollen im Laufe der Jahre Thema sein. "Vorerst bleibt alles beim Alten, auch bei Vereinsförderungen."

Nach der Sitzung trafen sich die Gemeinderäte aus beiden Orten beim Buschenschank, um auf die Fusion anzustoßen. Man werde als gleichgestellte Partner die Ressourcen bündeln, freuten sich die beiden Bürgermeister.

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