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Oberwart

Erste Integrationsklasse traf sich nach 30 Jahren

Im Offenen Haus Oberwart (OHO) fand ein 30-jähriges- Klassentreffen der besonderen Art statt. Es war eine Wieder- begegnung der ersten österreichischen Integrationsklasse.

© Franz Brugner
 

Auch wenn das Kulturzentrum Offenes Haus Oberwart (OHO) eine breite Palette an Veranstaltungen auf seinem Buckel trägt, Schauplatz für ein Klassentreffen mit unorthodoxem Charakter war es bis dato noch nie. Ein solches ging jetzt dort über die Bühne.

Die Schüler der ersten österreichischen Integrationsklasse, die 1984 an der Volksschule Oberwart als Schulversuch auf Initiative der Volksschullehrerin Brigitte Leimstättner und der Schulpsychologin Gertraud Schleichert trotz diverser Widerstände gestartet wurde, trafen sich anlässlich des runden 30-Jahr-Jubiläums.

Es war ein emotionsreiches Wiedersehen, bei dem die damaligen schulischen Erfahrungen zur Sprache kamen. Einhelliger Tenor der ehemaligen Schüler: Man hätte sich keinen idealeren schulischen Nährboden wünschen können.

In der Schule Kraft und Selbstvertrauen mitgegeben

Foto © Privat

"In unserer Klasse herrschte eine wohltuende Atmosphäre von neugieriger Wissensbegier und Geborgenheit", spricht Anna Heinrich, mittlerweile selbst Pädagogin, Leimstättner ein großes Kompliment aus. Benno Unger hat einen kurzen Brief an seine Volksschullehrerin verfasst: "Du hast uns die nötige Kraft und das nötige Selbstvertrauen für den späteren Start ins Berufsleben mitgegeben."

Leimstättner hatte ihr Aha-Erlebnis zur Gründung einer Integrationsklasse in Berlin: "Ich sah dort Behinderte und Nicht-Behinderte ausgelassen und fröhlich miteinander stundenlang tanzen." Ihr sei die Ausgrenzung von Menschen aufgrund ihres Andersseins immer suspekt gewesen.

Auch wenn seither im Regelschulwesen ein Paradigmenwechsel stattgefunden habe, warte noch viel Arbeit, um die Integration zu optimieren.

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