AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Eindeutig und eng

Wahlen: Die zwei St. Georgens in der Region im Fokus

Die zwei St. Georgens in Murtal und Murau haben komplett unterschiedliche Ausgangssituationen. St. Georgen ob Judenburg blieb eigenständig, St. Georgen am Kreischberg entstand aus einer Fusion.

ÖVP-Spitzenkandidat, Bürgermeister Hermann Hartleb © Michaela Egger
 

Ein für die ÖVP sensationelles Ergebnis wurde 2010 in St. Georgen ob Judenburg eingefahren: Die Partei holte zwölf Mandate und somit alle drei Vorstandssitze im Gemeinderat. Die SPÖ hält drei Mandate. Neue Konkurrenz gibt es nicht: Das eigenständig gebliebene St. Georgen ist eine der wenigen Gemeinden in der Region, in der die Freiheitlichen nicht antreten.

Seit 1999 ist Hermann Harteb als Bürgermeister im Amt – und er geht erneut als Spitzenkandidat in die Wahl. Und wird er wieder gewählt, wovon man ausgehen kann, wird er voraussichtlich die nächsten fünf Jahre im Bürgermeisteramt bleiben. Zudem ist Hartleb seit 2013 Obmann der ÖVP Murtal, die damals aus den Bezirksparteien Knittelfeld und Judenburg gegründet wurde. Wie seine Zukunft als Landtagsabgeordneter aussieht, ist allerdings noch ungewiss.

Vielen in Erinnerung geblieben ist sicher Hartlebs Einsatz für eine Unterflurtrasse durch den Ort, die sich derzeit gerade in Bau befindet.

St. Georgen am Kreischberg

Nicht so eindeutig wie in St. Georgen ob Judenburg ging 2010 die Wahl in St. Georgen ob Murau aus: Dort erzielte die SPÖ sieben, die ÖVP sechs Mandate. Die beiden Parteien einigten sich auf eine Halbzeitlösung: Bis Sommer 2013 war Werner Dorfer (SPÖ) Bürgermeister, danach trat die jetzige Regierungskommissärin Cäcilia Spreitzer in seine Fußstapfen. Aus St. Georgen ob Murau wurde nach der Fusion mit St. Ruprecht-Falkendorf die Gemeinde St. Georgen am Kreischberg.

Sarah Ruckhofer
Regierungskommissärin Cäcilia SpreitzerFoto © Sarah Ruckhofer


Eigentlich liebäugelte St. Georgen eine Zeit lang mit einer Fusion mit der Stadt Murau, dazu ist es aber nicht gekommen. Erprobt in Sachen Zusammenlegung waren bereits St. Ruprecht ob Murau und Falkendorf, die Gemeinden fusionierten 2005. Ob die bevorstehende Wahl ähnlich knapp wie vor fünf Jahren ausgeht, entscheidet sich am 22. März.

 

St. Georgen ob Judenburg

Einwohner: 860
Wahlberechtigte: 739
Ergebnis 2010: ÖVP zwölf Mandate, SPÖ drei Mandate.
Bürgermeister:
Hermann Hartleb (ÖVP)
Wahlwerbende Listen und
Spitzenkandidaten:
ÖVP Hermann Hartleb
SPÖ Gerhard Gassner
FPÖ keine Kandidatur
Sonstige keine Kandidatur
Besonderheiten:
St. Georgen ob Judenburg ist eine der wenigen Gemeinden in der Region, in der nur zwei Parteien antreten.

 

St. Georgen am Kreischberg

Einwohner: 1850
Wahlberechtigte: 1542
Ergebnis 2010: St. Georgen: SPÖ 7, ÖVP 6, FPÖ 2. St. Ruprecht-Falkendorf: ÖVP 6, SPÖ 3.
Regierungskommissärin:
Cäcilia Spreitzer (ÖVP)
Wahlwerbende Listen und
Spitzenkandidaten:
ÖVP Cäcilia Spreitzer
SPÖ Werner Dorfer
FPÖ Helmut Liedl
Sonstige keine Kandidatur
Besonderheiten:
In beiden Gemeinden waren zuletzt Bürgermeisterinnen im Amt: in St. Georgen Spreitzer und in St. Ruprecht Michaela Seifter.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.