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Bezirk Murau

Sorge um medizinische Versorgung im Bezirk Murau

Die interne Ambulanz am LKH Stolzalpe soll ab 1. März nur mehr zu Regeldienstzeiten geöffnet sein. Zudem: Reduktion von Hausärzten wahrscheinlich. Von Sarah Ruckhofer und Michaela Egger

LKH Stolzalpe: 2012 wurde Interne geschlossen © Sarah Ruckhofer
 

Ab 1. März wird die interne Ambulanz am Landeskrankenhaus Stolzalpe zeitlich stark eingeschränkt. Statt wie bisher rund um die Uhr hat die Ambulanz künftig von Montag bis Freitag, 7 bis 19 Uhr, geöffnet – das bestätigte die Anstaltsleitung auf Anfrage.

„Mit dem Verlagerungsprozess der internen Abteilung nach Knittelfeld haben die Ärzte von dort aus die Stolzalpe mitversorgt. Nun hat sich gezeigt, dass es Probleme mit der ärztlichen Besetzung gab“, so Walpurga Lick-Schiffer, ärztliche Direktorin des Krankenhauses. „Bei der Überprüfung der Frequenz zeigte sich, dass die Ambulanz vor allem in der Kernzeit genützt wird, deshalb hat man so entschieden.“

Ab März wird es einen Journaldienst zur Versorgung der orthopädischen Patienten geben. „Wir haben alle unsere Argumente deponiert und hingewiesen, was Patienten brauchen, aber auch, was die Region braucht. Wir versuchen nun, das neue Konzept so gut wie möglich umzusetzen“, übt sich Lick-Schiffer in Pragmatismus.

Freilich hat man auf eine andere Lösung gehofft – noch im Herbst schien die Einrichtung einer „Ortho-Rem-Abteilung“, wo zumindest manche interne Patienten stationär betreut werden könnten, zum Greifen nah. Das Projekt ist zwar nach wie vor aktuell, die Umsetzung aber nicht absehbar. „Wir hoffen auf eine zeitnahe, positive Weiterentwicklung und sind weiterhin in konstruktiven Gesprächen“, so die Direktorin.

Während man auf der Stolzalpe das Beste aus der Situation machen will, brennt beim Roten Kreuz der Hut. „Eine weitere Reduktion des Leistungsspektrums am LKH stellt uns natürlich – wieder einmal – vor große Herausforderungen“, so Bezirksgeschäftsführer Michael Grabuschnig. „Als Rotes Kreuz haben wir unpolitisch zu handeln. Im Sinne der Patienten sei mir aber die Frage erlaubt, wie man sich die künftige Versorgung vorstellt, wenn Krankenhausstruktur reduziert, aber nicht in den niedergelassenen Bereich investiert wird?“

Weniger Allgemeinmediziner

"In Murau und in Neumarkt will die Steiermärkische Gebietskrankenkasse je eine Planstelle erstmals nicht nachbesetzen.“ Die Bürgermeister der beiden Gemeinden, Thomas Kalcher und Josef Maier (beide ÖVP), wollen dies so nicht auf sich sitzen lassen. Gemeinsam versuchen sie, dass auch in Zukunft drei und nicht zwei Hausärzte in ihren Gemeinden tätig sein werden.

Aufgrund von Pensionierungen werden Nachbesetzungen notwendig, vor allem die GKK soll sich dagegen aussprechen. „Das kann nicht sein. Argumentiert wird mit der demografischen Entwicklung“, so Kalcher. Wegziehen würden allerdings junge Menschen, der Altersschnitt nehme zu: „Und genau diese Altersgruppe braucht vermehrt einen Arzt“, so Kalcher. Er betont, dass „bezirksweit die Struktur demontiert“ wird.

Drei Allgemeinmediziner gibt es derzeit auch noch in der Großgemeinde Neumarkt. „Es wurde erhoben, dass bei den drei Ärzten aktuell im Tagesschnitt 100 Patientenbesuche erfolgen“, so Bürgermeister Maier.

Bezirksärztevertreter Peter Schmidt setzt sich ebenfalls für den Verbleib der Planstellen ein. Und es bestehe Hoffnung, denn: „Planstellen können nicht einseitig aufgelöst werden.“ Sprich: GKK und Ärztekammer müssen darüber verhandeln.

Dass diese Verhandlungen laufen, bestätigt man vonseiten der GKK. Man verweist auf den „Regionalen Strukturplan für Gesundheit“, in dem schon 2012 festgelegt wurde, dass im Bezirk zwei Planstellen reduziert werden sollen. „Bis jetzt gibt es keine Entscheidung, es ist durchaus möglich, dass eine Stelle bleibt“, heißt es vonseiten der GKK.

Bei der Ärztekammer ist man konkreter: „Die Planstelle in Murau wird voraussichtlich im März 2016 ausgeschrieben.“ Nicht vergessen darf man allerdings, dass in Murau in absehbarer Zukunft eine weitere Pensionierung ansteht – und es ist fraglich, ob diese Stelle nachbesetzt wird.

Die Ärztedichte sei laut GKK in Murau mit 1055 Einwohner pro Allgemeinmediziner verglichen mit anderen Bezirken hoch.

Für Neumarkt sieht die Lage nicht gut aus. Bürgermeister Maier will weiterkämpfen: „Wir haben nachhaltig deponiert, diese Entscheidung zu überdenken.“

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Danke für Ihr Verständnis.

piko07
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Demo Scheidung Interne Stolzalpe

Hier fing das Chaos der Krankenversorgung im Bezirk an. Die Bürgermeister vom Bezirk glänzten mit ihrer abwesendheit, nur eine Handvoll war hier. Damals glaubte man es wird ja nicht so schlimm? Liebe Bevölkerung wehrt euch es geht auch um die Nachkommen.
Lg.

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Gewissenhafte
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Wer sind die beiden

Kenne ich gar nicht

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a4711
16
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DANK-

an den beiden Regional-Volksvertreter im Steirischen Landtag Manuela Khom und Max Lercher für Ihr Engagement.

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dolinenfuzzy
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Volksvertreter ?

Volksvertreter vertreten genausowenig das Volk , wie das in einem Rossknödel ein Pferd enthalten ist ! Alles klar ?

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KlingKlang
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Quo vadis Neumarkt ........

Statt den protzigen Plänen der ÖVP-SPÖ-GRÜNEN Gemeinderegierung sollte man lieber schauen das man vielleicht ein Ärztezentrum für eine Gemeinde mit über 5.000 Einwohnern errichtet. Die Räumlichkeiten wären ja vorhanden.

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Robertoni
0
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Armer Bezirk

Einfach traurig wie der Bezirk murau ausgetrocknet wird. Gesundheitspolitisch und wirtschaftlich - ein Trauerspiel der Politik.

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dolinenfuzzy
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Murauer Bier !

wenigstens gibt es hier noch das GUTE MURAUER BIER !

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Guliano
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SPÖ ÖVP

Abwählen bei der nächsten Wahl!!

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dolinenfuzzy
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Und wen ?

sollte man dann..............

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Wilhelm Gauster
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Ein gutes Zeichen

Bravo den Bürgermeistern - Bravo der Landesregierung.

Könnte man der Bevölkerung nicht gleich reinen Wein einschenken und aus Graz mitteilen lassen, dass man den Bezirk Murau sterben lassen wird?

Das Säbelgerassel der beiden ÖVP Bürgermeister ist wohl mehr als überflüssig und unglaubwürdig.

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eipc4vy8ozmapr63758lnkwiw6tnyas6
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sie müssen -

- mit dem unfall u.kranksein warten bis die aufsperren......

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