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Pölstal

1. Maximilianfest im ehemaligen Jagdschloss des Kaisers

Verein Archäologie Pölstal lädt am Sonntag, 27. September, zum 1. Maximilianfest auf das mittelalterlich bedeutende Schloss Hanfelden in Unterzeiring. Einnahmen sollen der Revitalisierung dienen. Von Bettina Oberrainer

Schloss Hanfelden in Unterzeiring, in seiner mittelalterlichen Bauform erhalten © Kaser
 

Wein, Weib und Gesang, dazu natürlich „Atzung“, also Verpflegung, aus der mittelalterlichen Kemenate: Kommenden Sonntag trägt Hanfelden in Unterzeiring Ritterrüstung und bläst zum Halali – schließlich frönte niemand Geringerer als der Kaiser selbst in Pölstal und dem heutigen Authal seinen jagdlichen Gelüsten, und Schloss Hanfelden war sein Jagdschloss.

Maximilian, Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und deutscher König, ein Zugpferd für den Archäologieverein Pölstal für die Revitalisierung des in seiner ursprünglichen Form erhaltenen, unbewohnten Schlosses: Der Verein, bekannt durch Österreichs erste Richtstättenarchäologie Birkachwald, lädt zum 1. Maximilianfest. „Uns geht es um Substanzerhaltung in kleinen Schritten“, will Obmann Gerfried Kaser die Einnahmen des Festes nützen, das Bundesdenkmalamt saniert Teile der Mauer des geschützten Objektes. Unterstützung kommt von Grundbesitzer Georg Neuper, die ehemalige Meierei, ein „wunderschönes Herrenhaus“, hat dieser durch die Bestückung mit Fotovoltaik bereits vor dem Verfall gerettet.

Holzblockkammer

Etliche Räumlichkeiten will der Verein für Ausstellungen verwenden. „In Hanfelden ist auch die einzig erhaltene Holzblockkammer der Steiermark, man fühlt sich hier wirklich wie im Mittelalter“, macht Kaser Gusto auf die Wiederbelebung von altem Handwerk, Spielen und Liedern. Authentizität garantieren Verein Historisches Zeiring, Schaubergwerk und die Ritter zu Judenburg.

Und worauf hatte Maximilian I. Gusto, zu sehen auf dem Druck eines Porträts aus dem British Museum? Einen „legendenhaften Besuch“ aus dem Jahr 1506 beschreibt jedenfalls die historisch bedeutende Inschrift einer Renaissance-Wandmalerei im Königs- bzw. Kaiserzimmer. Das Schloss selbst hat laut historischer Quellen Ende des 15. Jahrhunderts der landesfürstliche Mauteinnehmer Hans Han als Erweiterung eines gotischen Wohnturms gebaut.

Mittelalterliches Lagerleben, Sagen des Silberbergwerkes, Kegelspiel, Münzstätte, Musik, Ritterschaukämpfe, Bogenschießen, Uraufführung des vertonten Kaiserspruchs. Speis und Trank
Sonntag, 27. September, Schloss Hanfelden, Pölstal-Unterzeiring, ab 10 Uhr
Information: Tel. 0664-404 76 56

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Danke für Ihr Verständnis.

martinfuerboeck
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Holzblockkammer

Was ist eine Holzblockkammer? Wird leider im Bericht nicht erläutert.

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Löwenherz
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Holzblockkammer

Hallo martinfuerboeck,
die HOLZBLOCKKAMMER im Schloß Hanfelden:
das Schloß war schwierig zu heizen, warm zu bekommen da es aus Stein gemauert ist und die damaligen Mittel sehr einfach waren. Man ging dann her und kleidete einen Raum mit "dickem Holz" innen aus um einfacher zu heizen und die Wärme besser zu halten, damit die Bewohner es gemütlicher hatten und weniger an energieaufwand notwendig war. Dieser einzigartige Raum ist im Schloß Hanfelden noch erhalten.
Alles Liebe
Robert Midl
Archäologie Pölstal

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