"Man muss nur aus dem Fenster schauen. Wenn es schneit, ist es eine Frage der Zeit, bis der nächste Lkw hängen bleibt." Wir sitzen im Esszimmer eines Hauses, das zwischen Hohentauern und Trieben direkt an die B114 grenzt. Während im Tal die Sonne scheint, schneit es auf über 1200 Meter Seehöhe stark. An den Straßenrändern liegt der Schnee mehr als einen Meter hoch. Seit Jahren kämpfen Anrainer der Triebener Straße gegen den Lkw-Verkehr, trotz Winter-Fahrverbot bleiben immer wieder Sattelschlepper am Tauern hängen. Vom Küchenfenster aus blickt die Anrainerin besorgt auf die B114. Es dauert keine zehn Minuten, da taucht im dichten Schneetreiben der erste Sattelschlepper auf. Die Straße ist noch trocken genug, er schafft es, die steile Passage von Trieben kommend bis nach Hohentauern.