Zirbitzkogelgebiet"Natur braucht Ruhe": Grundbesitzerin untersagte beliebte Wildseemesse

Die traditionelle Wildseemesse im Zirbitzkogelgebiet in Obdach, zu der teils Hunderte Wanderer gekommen waren, wurde heuer von der Grundbesitzerin nicht mehr erlaubt. Sie sieht sich als "Hüterin der Natur".

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Der Wildsee im Zirbitzkogelgebiet war jahrzehntelang Austragungsort für eine Messe
Der Wildsee im Zirbitzkogelgebiet war jahrzehntelang Austragungsort einer Messe © Gemeinde Obdach
 

Seit Jahrzehnten wurde beim Wildsee im Obdacher Zirbitzkogelgebiet (Bereich Fuchskogel) gegen Ende des Sommers eine Messe abgehalten. Zahlreiche Naturliebhaber und Gläubige wanderten aus diesem Anlass zu dem auf rund 2000 Metern gelegenen, circa sieben Hektar großen See. Für die musikalische Umrahmung sorgte alljährlich der "Zirbenlandchor". Heuer musste die beliebte Veranstaltung jedoch abgesagt werden - und zwar nicht wegen Corona, sondern weil die Durchführung von Grundbesitzerin Ilse Rohrer untersagt worden ist. 

Kommentare (7)
Nickl1
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Sehe

Ich nicht so. War gestern am Zirbitzkogel wandern. Wenn man von der Tonnerhütte in Richtung Gipfel geht, sieht man in unmittelbarer Wegnähe immer wieder menschliche Hinterlassenschaften samt dazugehörigem Papier. So etwas habe ich noch nie gesehen. Deshalb kann ich der Grundstücksbesitzer folgen.

tannenbaum
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Streicht

der Besitzerin einfach alle Förderungen. Wenn sie glaubt, den Wanderern ihr Recht auf das Betreten des Waldes und der Almflächen, noch dazu auf Wanderwegen untersagen zu müssen, sollte sie auch von den überaus üppigen Förderungen aus Steuergeldern ausgeschlossen werden. Es wird immer propagiert, dass man seine Freizeit in Österreich verbringen soll, ist aber in Wirklichkeit oft nicht willkommen.

strohmsi75
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Wie man in den Wald...

"Spaßgesellschaft" ohne Achtung vor der Natur oder vor fremden Eigentum. Frau Rohrer könnte sicher einen "Tannenbaum" für das Säubern ihrer Alm brauchen!

Lok13
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Naja

Das wegerecht hat sie ja nicht untersagt... Also betreten und wandern darf man schon noch, nur halt keine Veranstaltung mit 2000 Leuten machen. Is schon ein unterschied.
Sie darf sich über offene Tore aufzuregen aufregen und Veranstaltungen nicht erlauben, und Wanderer dürfen wandern... Sie darf halt nix zusperren (was ja auch nicht passiert is) und touris dürfen ihren Müll nicht überall liegen lassen, was halt leider schon passiert.

PMoser
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Aha

Der Besitzer hat das Recht seinen Grund und Boden abzusperren wann und wie er will weiters darf er das Betreten untersagen und Zivilrechtlich mittels Klage durchsetzen!
Das hat nix mit Förderungen und dergleichen zu tun

kukuro05
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Großartig, Frau Rohrer! Danke!

Alles richtig gemacht! Vorbildlich!

erstdenkendannsprechen
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ich verstehe das absolut.

das ist lange mein wandergebiet gewesen. aber nicht mehr: dort laufen menschen herum, von hütte zu hütte (weil gut zu wandern), schreien herum, lassen müll oben - und wirklich, die letzten jahre sind es massen.
ich geh da längst nicht mehr rauf.