"Wir geben nicht auf"Protest gegen Minex-Werk wurde auf die Straße getragen

Hochgehaltene Plakate, gellende Pfiffe und eindringliche Reden: In Zeltweg wurde am Freitagnachmittag (10. September) gegen das geplante Minex-Verhüttungswerk demonstriert. Entgegen allen Behörden- und Gerichtsentscheidungen ist die Sorge vor einer Asbestbelastung groß.

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Robert Griesmaier, Andrea Prall und Ortwin Griesmaier bei der Asbest-Demo in Zeltweg
Robert Griesmaier, Andrea Prall und Ortwin Griesmaier bei der Asbest-Demo in Zeltweg © Raphael Ofner
 

Der Kontrast könnte größer kaum sein: So strahlend sich das Wetter in Zeltweg präsentiert, so düster sind an diesem Tag die Prognosen, die über Lautsprecher von den Rednern am Podest zu den Kundgebungsteilnehmern getragen werden. Zahlreich haben sich diese auf dem gesperrten Abschnitt der Bundesstraße nahe dem Hofer-Markt eingefunden, unterstützen kritische Aussagen mit gellenden Pfiffen und lauten Buhrufen, filmen mit ihren Handys die Ansprachen mit. 

Kommentare (1)
oberrisser9
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Asbest in UVP ignoriert

Politiker verweisen darauf, dass die Verhüttungsanlage behördlich geprüft wurde. Wir haben die UVP miterlebt und waren schockiert! Die Asbesthaltigkeit ist bekannt. Die Prüfkommission des Landes hat sie aber nicht überprüft, weil Minex Asbest nicht im Antrag angeführt hat. Wir haben damals geglaubt, dass die Sachverständigen die Prüfung selbst initiieren. Die UVP Verhandlung war ein offenkundiges Durchwinken des Antrages. Nach Einsprüchen wurde von der Behörde für den Asbest die allgemeinen Emissionen für asbestverarbeitende Betrieben vorgeschrieben. Das Minexwerk erzeugt den Strom mit einer Gasturbine; das Abgas ist deshalb relativ sauber. Minex mischt die asbesthaltigen Abgase mit denen der Gasturbine und verdünnt dadurch die verschmutzten Abgase. Da das Gestein fein gemahlen wird, werden fast alle Asbestfasern freigelegt. Dadurch erklärt sich, dass Milliarden Asbestfasern pro Tag freigesetzt werden dürfen und dennoch „ alle gesetzlichen Massnahmen eingehalten werden“.