AnalyseIst der "Abgesang auf die Murtalbahn" gerechtfertigt?

Zwei Bundesländer, ein Dilemma: Die Murtalbahn ist seit dem spektakulären Unfall in aller Munde. Statt Modernisierung wird plötzlich über das Ende der Bahn diskutiert. Rückendeckung kommt von Salzburger Seite.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Generationen an Schülern fuhren mit der Murtalbahn. Ist das Ende der Bahn nahe? © Tom Lamm | ikarus.cc
 

Es ist eine paradoxe Situation: Seit Februar wird intensiv über die Varianten der Modernisierung der Murtalbahn debattiert - und plötzlich wird die Zukunft der Schmalspurstrecke überhaupt in Frage gestellt. Ist das Aus für die Bahn nahe? Das legen zumindest überregionale Medienberichte nach dem Entgleisen der Bahn nahe. Die politischen Debatten fanden abseits des Bezirks Murau nie große Beachtung, erst der spektakuläre Unfall ließ das Interesse wachsen. Und oft wird - zumindest implizit - ein Abgesang auf die Bahn eingeleitet. Grund ist eine Aussage von Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, der bei einem Besuch im Juni eine Umstellung auf Busbetrieb ins Spiel brachte.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

Falkenprecht
0
3
Lesenswert?

Frechheit was sich unser Landespolitik erlaubt.

Wahltag ist Zahltag!

Hildegard11
5
38
Lesenswert?

Volksvertreter vertreten...

...grundsätzlich sich selbst und die Partei. Leider. Eine 1 m Spur neu gelegt und schneller per Zahnrad weiter nach Obertauern und bis Radstadt. Siehe Schweiz. Aber Eisenbahn ist unseren schwarzen Politikern ja ein rotes Tuch.

Edlwer
5
34
Lesenswert?

Und wie wirds laufen...

... die Landesregierung wird die Kosten den Gemeinden umhängen wollen, und damit ist die Sache gestorben.
Das Land muss schließlich drauf schaun dass die Freunderl in Graz genug bekommen, die Obersteiermark ist wurscht! (ausser man will sich beim Nightrace in Schladming zeigen, aber dafürh gibts ja den Chauffeur).

Ich korrigiere
7
35
Lesenswert?

die murtalbahn muss bleiben

müsste die devise aller politischen parteien sein. jahrzehntelang hatte die övp das verkehrressort fest im griff. aber anscheinend kam diese aussage des landeshauptmannes nach ein paar achterl. abgesehen von der murtalbahn: was haben lercher (SPÖ) und Kohm (ÖVP) ausser leeren phrasen und versprechungen für den bezirk murau getan??? nämlich NULL! das die steiermark in judenburg aufhört wissen die bewohner des schönen bezirkes murau ja schon seit jahrzehnten.

cheol80
10
21
Lesenswert?

Fahrzeit

Mit dieser Geschwindigkeit ist die Bahn leider keine Alternative zum Auto pendle täglich von Scheifling nach Tamsweg zur Arbeit und die Murtalbahn ist pro Richtung um 30 min langsamer

oekoLogisch
9
28
Lesenswert?

Elektrifizierte Normalspur!

Einzig sinnvolle Investition in Zeiten des Klimawandels! Verbindung durch Tunnel mit Radstadt oder ähnlich, vielleicht einen senkrechten Personenlift vom Tunnel auf Obertauern. Wirtschaftlicher Aufschwung einer Randregion ist garantiert inkl. Lebensqualität. Ich denke nur an die Endloskolonne, die sich jedes Wochenende von und zu den Schigebieten zwischen Scheifling und Judenburg schlängelt.
Und sicher um vieles effizienter, als Elektrobusse oder Wasserstoff....

steinmhe
28
12
Lesenswert?

Falsch

Der Bahnverkehr ist nur energiesparend, wenn ein Zug auf Hin- und Rückfahrt voll oder fast voll ausgelastet ist. Da das hier nicht der Fall ist, sind Alternativen zu überlegen.