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"Hunde-Boom" im LockdownHundeschulen fordern rasche Öffnung, sonst droht Abgabewelle

Seit November sind in Hundeschulen keine Gruppentrainings erlaubt. Nun steigen Experten auf die Barrikaden, sie fürchten eine Abgabewelle, sobald der Lockdown vorbei ist. SPÖ startet parlamentarische Initiative.

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Training ist für Hund und Halter gleichermaßen wichtig © Fotolia
 

Die Vorzeichen sind alarmierend: Seit November sind Hundeschulen im Lockdown, Gruppentrainings – im Freien, wohlgemerkt – sind nach wie vor untersagt, Einzelstunden können oder wollen sich viele Hundehalter nicht leisten. Und schon jetzt zeigen sich erste Auswirkungen: „In den letzten Wochen wissen alleine wir von zwölf Hunden im Alter von 8 bis 14 Monaten, die dem Züchter oder der Pflegestelle zurückgegeben wurden“, erklärt etwa Andreas Gomsi von Martin Rütter-Dogs Graz. In vielen Fällen sei die Erziehung schuld. „Es fehlen schon Basics wie Stubenreinheit, von der Sozialisierung noch gar nicht zu sprechen.“ Bei falschem Training können sich bestehende Probleme schnell verschlimmern, „es kann sein, dass ein Hund mit vier oder fünf Monaten plötzlich zubeißt“.

Kommentare (6)
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a4711
33
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Max Lercher - Gabriele Kolar

Es gibt keinen Grund, warum die Hundeschulen nicht öffnen sollten.“:
„Ansonsten riskieren wir verfestigte problematische Verhaltensweisen "
damit könnten ja die Halter überfordert sein
Um Gottes Willen das geht gar nicht !
Anscheinend sind Hundeschulen wichtiger als Altersheime !

Possan
3
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Hundeschulen / altersheime

Was für ein hinkender Vergleich...
So was hat niemand behauptet. Aber es gehört zur Eigenverantwortung eines Hundebesitzers sein Tier zu erziehen, und dazu gehört halt einmal eine hundeschule. Ich möchte abgesehen davon nicht wissen, wieviele sich jetzt so einen lieben kleinen Welpen ( woher auch immer - Kofferraum oder Parkplatz) besorgt haben und nach dem homeoffice draufkommen, dass ein Hund nicht gerne alleine bleibt? Oder seinen Haufen in die Wohnung macht, wenn niemand mit ihm hinausgeht? Oder bellt und such die Nachbarn aufregen?
Kurzer Nachsatz: hundeschulen arbeiten im freien mit ausreichend Platz. Und Bei fremden Hunden (...samt ihren Besitzern) sollte man Soundso Abstand halten.... ich möchte auch nicht, dass fremde Personen mit „mei, is der lieb“ ungefragt mein Tier angreifen. So gesehen sind tierbesitzer in dieser Zeit kaum als große Risikogruppe zu betrachten und wie gesagt, der Vergleich mit Altersheimen ☹️

jg4186
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Das ist wirklich ein Problem!

Ja, das ist wirklich ein Problem.
Und sie sollen auch Platz finden, keine Frage.
Wenn wir nur keine anderen Sorgen hätten.
Wie geht es den Menschen in den Heimen, die schon lange keinen besuch mehr bekommen durften, neimand durfte sie umarmen?
Wie geht es den Kindern, die nicht mehr zu Oma und Opa düren, oder zu den Nachbarn?
Wie geht es den Schülerinnen und Schülern - alles mit Maske, möglichst immer Abstand halten?
Usw. usw. ....
Das sind einige der Sorgen, die uns alle beschäftigen sollten.

Rennratte90
3
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...

Bis aufgrund mangelnder Sozialisierung wieder ein Kind von einem Hund gebissen wird und im Krankenhaus landet... Dann ist der mediale Aufschrei wieder groß, warum nicht vorweg etwas unternommen worden ist... Da beißt sich nun die Katze aber in den Schwanz.

Andererseits leiden auch (zukünftige) Therapiebegleithunde, die Altenheime; Schulen; etc. besuchen, unter den momentanen Maßnahmen. Ergo kommt eine Öffnung der Hundeschulen (langfristig) auch diesen Gruppen zugute!

Abgesehen davon bedeutet es ja nicht, dass Ihre angesprochenen Sorgen nicht auch berechtigt sind. Es geht hier jedoch um eine Ungleichberechtigung. Während "körpernahe Dienstleister" unter bestimmten Auflagen wieder arbeiten dürfen, dürfen nicht-körpernahe Dienstleister im Freien, mit Maske und Abstand ihrer Arbeit nicht nachgehen!

niederlh
4
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Hunde brauchen Erziehung

Hoffentlich ist es Ihnen dann auch egal, wenn mal ein nicht sozialisierter und unerzogener Hund gegenüber steht. Es gibt wahrscheinlich Viele, die den Besuch einer Hundeschule dringend notwendig hätten, daher könnte das sehrwohl zu einem Problem werden. Was ist eigentlich mit Hundeführerschein - Kursen? Auch alle ausgesetzt?

Sam125
4
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jg4186,ja sie haben vollkommen Recht,wenn sie schreiben,dass wir zuersteinmal

an uns selbst denken sollten. Doch welchen Aufschrei gibt es, wenn ein unterzogen Hund einen Menschen beißt? Die Hunde sind nuneinmal die Begleiter der Menschen, in jeder Lebenslage und dazu gehört nuneinmal auch,dass man lernt,wie man mit unseren treuen Begleiter umgeht