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Ehrenamtlicher muss zahlen1700 Euro Schaden durch Tierheim-Hund: Versicherung nicht zuständig

Weil ein Maulkorb verrutschte, sprang ein Stafford-Terrier des Tierheims Murtal ein Auto an und verursachte einen Schaden. Darauf bleibt nun der ehrenamtliche Spaziergänger sitzen, das Tierheim bedauert den Fall.

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Der vom Tierheim angebrachte Maulkorb verrutschte währen des Spazierganges
Der vom Tierheim angebrachte Maulkorb verrutschte währen des Spazierganges © kk
 

Der Schreck sitzt bei einem Hundeliebhaber aus Fohnsdorf noch tief. Der Mann - er will aus Angst vor weiteren Schwierigkeiten anonym bleiben - geht seit Längerem mit Hunden aus dem Tierheim Murtal in Kobenz ehrenamtlich spazieren. "Normal nehmen wir immer kleine Hunde, am Tag der offenen Tür des Tierheims im Oktober waren die aber alle schon unterwegs." Die Tierheim-Betreuer geben dem Mann und seinem jugendlichen Sohn einen Staffordshire Terrier samt Maulkorb mit, laut Tierheim auf Wunsch des Sohnes. "Anfangs war es der bravste Hund der Welt", betont der Tierliebhaber. Mitten im Spaziergang rutscht dann aber der Maulkorb ab. "Da war es vorbei, der Hund hat sich um 180 Grad gewendet. Ich war wirklich erschrocken." Beim Rückweg ins Tierheim springt der Hund plötzlich gegen einen vorbeifahrenden Kleintransporter. Das Tier bleibt unverletzt, der Wagen wird beschädigt.

Kommentare (7)

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Memisa
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Überdenken!!

Die Arbeit der Mitarbeiter im Tierheim ist sicher hoch anzurechnen,wenn aber Ehrenamtliche im Notfall zur Kasse gebeten werden, wird sich bald niemand mehr finden,einen Hund auszuführen! Es gehört sicher überprüft,ob der Vertrag rechtens ist,man muss zumindest die Haftpflicht Versicherung bezahlen,das ist doch das Mindeste!! Hoffentlich bekommt dieser Mann jetzt nicht noch Schwierigkeiten vonseiten des Tierheims,er musste eh schon genug hinnehmen!!

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schulzebaue
2
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Es lebe das Ehrenamt

Da hatte ich einmal eine ähnliche Diskussion in der Kinderkrippe. Da krankheitsbedingt ein personeller Engpaß war wäre Unterstützung dringend nötig gewesen. Aber Haftung kann der Betreiber nicht für mich übernehmen. Wenn etwas passiert, dann hafte ich voll und ganz alleine.

Und dann wundert man sich über den zunehmenden "Eigensinn" in der Gesellschaft.

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letsgo
2
43
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Lösung sollte gefunden werden

Es wird wohl möglich sein, mit irgendeiner Versicherung hier eine Lösung zu finden. Am besten mit der, die das Tierheim versichert. Für jeden Betrieb gibt es eine Haftpflichtversicherung, warum also nicht für den Unternehmensgegenstand Hund? Warum kann man nicht bei der hoffentlich bestehenden Haftpflichtversicherung neben den Mitarbeitern auch die Gassi Geher in den Schutz mit einschließen? Das wäre dann ein echtes "Sorgenfrei-Paket", wie es oft beworben wird.

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schulzebaue
1
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Weil

Weil Werbung halt nicht Information sondern Manipulation ist und Vericherungen neunmal äußert ungern ihr eingenommenes Geld wieder her geben.
Man kann zwar ans Gute im Menschen glauben aber das ist dann auch schon alles.

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jesenitschnig
1
31
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Tierhalter

im Rahmen der Privathaftpflicht ist die Haltung von Kleintieren, ausgenommen Hunden, versichert. Dem Betroffenen ist zu empfehlen, prüfen zu lassen, ob er tatsächlich "Halter" des Hundes war. Ich denke, ein gelegentliches "Gassi-führen" eines Hundes macht einen noch nicht zum Tierhalter. Da dieses "Gassi-führen" eine Gefahr des täglichen Lebens ist, wäre Versicherungsdeckung im Rahmen der Privathaftpflichtversicherung (Haushaltversicherung) gegeben. Jedenfalls: eine Prüfung wert - bei Euro 1.700 Schaden...

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blackpanther
2
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Für Freiwilligkeit zahlen müssen

da würde ich, selbst wenn ich Tierliebhaber bin, von einem Spaziergang Abstand nehmen. Dann müßte das Tierheim die Freiwilligen zumindest versichern. Von „es tut uns leid, aber...“ kann sich der Ehrenamtliche nichts kaufen..

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ko
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Spende

...kann hier bitte jemand ein Konto bekannt geben auf das man eine Spende einzahlen kann damit der ehrenamtliche Gassigeher nicht alleine auf den Kosten ‚sitzenbleibt‘ , es ist doch abenteuerlich und stimmt nachdenklich, wie man sich hier windet!

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