AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Helfer aus St. Johann und HohentauernOhne sie wäre die Katastrophe wahr geworden

Seit einer Woche arbeiten Freiwillige und Profis in Hohentauern und Pölstal unermüdlich: Wir holen einige von ihnen vor den Vorhang.

An vorderster Front: Bürgermeister Heinz Wilding und Alois Mayer © Sarah Ruckhofer
 

Das Schlimmste liegt (hoffentlich) hinter den schneegebeutelten Gemeinden Hohentauern und Pölstal. Eine Woche lang herrschte Ausnahmezustand, Lawinen bedrohten Siedlungen und Zufahrtsstraßen (wir berichteten). Schon Anfang der Woche wurde der Katastrophen-Zustand verhängt, in den beiden Gemeinden aber blieb die Situation ruhig und geordnet. Zu verdanken ist das Hunderten von stillen Helfern, von denen wir einige exemplarisch vor den Vorhang holen.

Die Bürgermeister der beiden Gemeinden trugen in den vergangenen Tagen extreme Verantwortung: Sie mussten entscheiden, welche Gebiete evakuiert, welche Straßen gesperrt werden. Trotz großen Drucks von außen blieben Heinz Wilding aus Hohentauern und Alois Mayer aus Pölstal stets ruhig und gelassen. In perfekter Zusammenarbeit koordinierten sie das Geschehen, der Dank der Bevölkerung ist ihnen dafür sicher.

Rund um die Uhr standen den Ortschefs die Lawinenkommissionen aus Pölstal und Hohentauern zur Seite. Gemeinsam wurde die Lage fachkundig beurteilt, tagelang mussten einige Mitglieder gar zu Fuß durch den Schnee zu den Besprechungen anreisen – und nahmen dafür mitunter Gefahren auf sich. Auch bei den Befliegungen per Hubschrauber waren die Mitglieder der Kommissionen an Bord, sie entschieden letztlich, die B 114 wieder für den Verkehr freizugeben.

Unverzichtbares Wissen steuerten die Bergretter bei, viele von ihnen sind ohnehin auch Mitglieder der Lawinenkommissionen. Bei ihren Märschen von St. Johann ins eingeschlossene Hohentauern transportierten sie dringend benötigte Medikamente und sicherten so die Versorgung des Ortes.  In Hohentauern leisteten die Bergretter zudem einen wichtigen Beitrag beim Abschaufeln der einsturzgefährdeten Dächer. Unterstützt wurden sie von Freiwilligen aus dem Ort.

Unermüdlicher Einsatz

Nicht möglich gewesen wäre die rasche Beruhigung der Lage ohne dem Einsatz der Feuerwehrleute im Pölstal und in Hohentauern. Ob Tag oder Nacht, die Männer und Frauen halfen, wo auch immer sie gebraucht wurden. Sei es bei der Organisation des ersten Nahrungsmitteltransports, beim Abschaufeln der Dächer oder bei der Sicherung von Straßen, die Feuerwehrleute leisteten einen zentralen Beitrag.
Nicht zu vergessen auch die Rettungssanitäter und der Hohentauerner Allgemeinmediziner Nikolaus Höfler, die die medizinische Versorgung der Eingeschlossenen tadellos handhabten. Auch die Polizei war durchgehend zur Stelle, wo Hilfe benötigt wurde.

Die Lawinenkommissionen tagten jeden Tag Foto © Sarah Ruckhofer

Meist im Hintergrund arbeiten die Mitarbeiter der Straßenräumdienste. Sie vollbrachten am Freitag eine Meisterleistung: Schon wenige Stunden, nachdem die Lawinenkommission die B 114 frei gegeben hatte, war die Straße in beiden Richtungen befahrbar. Die Räumung der Schneemassen klappte problemlos. Nicht zu vergessen auch das Bundesheer, in erster Linie das Jägerbataillon 18: Sowohl beim Lebensmittel- und Dieseltransport als auch bei der Abreise der Urlauber leisteten sie hochprofessionelle Arbeit.
Zu guter Letzt noch alle Bauern, die Lebensmittel zur Verfügung gestellt haben, die Einheimischen, die große Ruhe bewahrten, die Hoteliers, die ihre Gäste bestens versorgt haben – ihnen allen gebührt großer Dank.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren