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Radwerkstatt WillibaldAus dem Keller zum steirischen Vorzeigebetrieb

Zwei Knittelfelder Jung-Unternehmer wollen für Lehrberuf „Radmechaniker“ kämpfen – und gehen mit gutem Beispiel voran.

Das Team: Bernd Willibald mit Sohn Timo und Jasmine Einödhofer (vorne), Onkel Peter Einödhofer hilft geringfügig mit (links hinten), Lehrling Julian Justin ist neu dabei (rechts © Sarah Ruckhofer
 

Von außen mag die kleine Werkstatt in der Knittelfelder Sandgasse unscheinbar sein, aus der lokalen Radszene ist sie aber längst nicht mehr wegzudenken: Bernd Willibald und Jasmine Einödhofer haben sich mit ihrer „Radwerkstatt Willibald“ eine kleine, äußerst gut gehende Nische geschaffen. Angeboten werden Neu- und Gebrauchträder, Leihräder (auch E-Bikes) sowie Reparaturen aller Art. Aus der ganzen Region kommen Kunden mit ihren defekten Rädern nach Knittelfeld. „Die Nachfrage ist riesig, das ist mittlerweile unser Hauptgeschäft“, so Einödhofer.
Der Chef höchstpersönlich war einer der letzten in der Steiermark, der zum Radmechaniker ausgebildet wurde. „Leider gibt es den Lehrberuf in dieser Form nicht mehr“ bedauert Bernd Willibald. „Wir sind aber überzeugt, dass genau das ein Beruf der Zukunft wäre.“

Lehrberuf etablieren

Der Erfolg gibt dem jungen Unternehmerpaar jedenfalls recht: Was 2012 im privaten Keller begann, hat sich zu einer gut gehenden Firma entwickelt. Die Gründer haben ihre Vollzeit-Jobs längst an den Nagel gehängt, um ihre Zeit ganz der Radwerkstatt zu widmen. Erstmals beschäftigt man nun mit dem 18-jährigen Knittelfelder Julian Justin seit Kurzem einen eigenen Lehrling. Er wird zum „Einzelhandels-Verkäufer mit Schwerpunkt Sportartikel“ ausgebildet, erhält zudem eine umfassende Ausbildung in Sachen Radmechanik. „Das ist quasi unser Zusatzbonus. Verkauf allein war uns zu wenig, wir möchten ihn fix in unser Team übernehmen – so passt die Ausbildung für uns maßgeschneidert“, erklärt Einödhofer. Sie ortet in der gesamten Branche Bedarf an Radmechanikern: „Deswegen treffen wir uns heuer noch mit Josef Herk, um Möglichkeiten zu erörtern.“ Gemeinsam mit dem Wirtschaftskammerpräsidenten soll der Lehrberuf auf moderne Beine gestellt werden. „Wir wollen künftig echte Fach-, keine Hilfskräfte ausbilden.“

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