KnittelfeldStreitpunkt Kinderspielplatz. Wogen gehen in Knittelfeld hoch

Mütter kontra Siedlungsanrainer: Beschimpfungen und Anschuldigungen hören nicht auf.

Ein Paradies für kleine und große Kinder ist der neue Spielplatz am Maigoldplatz
Ein Paradies für kleine und große Kinder ist der neue Spielplatz am Maigoldplatz © KK
 

Vor sechs Jahren wurde die neue Siedlung am Maigoldplatz im Knittelfelder Ortsteil Apfelberg an die Mieter übergeben. Hauptsächlich junge Familie mit Kindern zogen ein. Die Anrainer hatten schon bald den Wunsch, dass doch ein Spielplatz gebaut werde. Heuer kam die Stadtgemeinde diesem Ansuchen nach. Die Freude war groß, währte allerdings nicht lange. „Wir wissen nicht mehr, was wir tun sollen. Unsere Kinder werden immer von den Nachbarn beschimpft, sie sollen leise sein“, empört sich eine Mutter, die namentliche nicht genannt werden möchte.
Seit dem Bau des Spielplatzes gehen die Wogen hoch. So sollen Anwohner einer anderen Siedlung sich regelmäßig über zu lautes Spielen bis spät in die Nacht beschweren. Sogar die Volksanwaltschaft wurde eingeschaltet. „Es ging dabei im Speziellen um einen Pavillon, den wir für die Mütter hingestellt haben. Als Unterstand, wenn es heiß ist. Aber der wurde nun aufgrund der Beschwerden entfernt. Ich dachte, wir hätten eine Lösung gefunden“, bedauert Bürgermeister Gerald Schmid, der den Streit unbedingt beilegen möchte. So hieß es laut Beschwerde der Spielplatzgegner, im Pavillon würden Jugendliche spätnachts noch Lärm machen. „Der Pavillon wurde nun entfernt, aber der Streit hört nicht auf“, so Schmid.

Beschimpfungen

Die Mütter berichten über Beschimpfungen und Anschuldigungen. „Es wurde behauptet, dass Exkremente von Kindern herumlägen und dass es nach 8 Uhr abends noch sehr laut ist. Das stimmt nicht. Wir wollen nur einen Platz, wo unsere Kinder spielen können“, so eine der betroffenen Mütter.
Die Stadtgemeinde Knittelfeld betreibt 15 Spielplätze, doch so einen Streit gab es bis dato nirgends. „Wir sind eine kinder- und jugendfreundliche Stadtgemeinde. Darauf liegt unser Fokus. Ich hoffe, wir werden eine Lösung finden“, so Schmid. Die Spielplatzgegner konnten von der Kleinen Zeitung gestern nicht erreicht werden.

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