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Zukunft Lehre

Sondermaschinen stellt die Firma Hage her: ein Besuch

16 Lehrlinge bildet derzeit der Obdacher Sondermaschinenbauer Hage aus, wo neue Technologien zum Einsatz kommen. Die Chefetage setzt auf die „Freude am Arbeiten“. Von Maria Steinwender

Bei der Arbeit © Maria Steinwender
 

Bei Hage ist jedes Projekt eine neue Herausforderung. Jede Maschine ist eine maßgeschneiderte Sonderanfertigung, speziell nach den Bedürfnissen des jeweiligen Kunden entwickelt und mit den neuesten Technologien ausgestattet.

„Aktuell produzieren wir unter anderem eine Fertigungslinie zur flexiblen Bearbeitung von Stahlzargen für ein namhaftes Unternehmen in den Niederlanden. Bei den meisten Projekten besteht für uns Geheimhaltungspflicht, da dürfen wir leider nur wenig Auskunft geben“, erklärt Karin Lackner, Assistentin der Geschäftsführung und Marketing-Leiterin.

Kein Geheimnis ist, dass die Hage Sondermaschinenbau GmbH & Co KG Lehrlinge ausbildet. 16 sind es momentan. Jugendliche, die sich für eine Lehre in dem Unternehmen entscheiden, können aus drei Lehrberufen wählen: Metalltechniker mit Schwerpunkt Maschinenbautechnik, Mechatroniker und Zerspanungstechniker.

Und das Obdacher Unternehmen bietet verschiedene Möglichkeiten, damit junge Menschen einen Einblick erhalten, was sie bei Hage erwartet: So können Schüler etwa bei einem mehrtägigen Schnuppern das Unternehmen kennenlernen. Hage ist aber auch Mitglied von „Erlebniswelt Wirtschaft“ und öffnet somit gerne seine Türen.

Ab zwölf Teilnehmern können Touren im Betrieb gebucht werden. Das Konzept ist hauptsächlich für Schüler ausgerichtet, um einen Einblick in technische Berufe geben zu können. Sie können so den Weg einer Sondermaschine von der Entwicklung bis zur Montage verfolgen. Wie das funktioniert, weiß Lukas Krinzinger, der im vierten Lehrjahr ist – und nur Vorteile sieht: „Man sieht viele Sachen, die ein anderer in meinem Alter vermutlich eher nicht zu sehen bekommt.“

Bevor die Lehre beginnt, nehmen die Jugendlichen an einer Sommerakademie der Initiative „Kraft. Das Murtal“ teil, ein mehrtägiges Outdoor-Teamtraining, wo die Jugendlichen auf die Arbeitswelt vorbereitet werden.

Was sich Florian Hampel, kaufmännische Geschäftsführung, von einem Lehrling wünscht? „Einen gesunden Hausverstand und die Freude am Arbeiten“, so Hampel.

Zusätzlich gibt es Prämien für überdurchschnittliche Leistungen und ein Mitarbeiter-Beteiligungssystem, von dem auch die Lehrlinge profitieren. Jedes Jahr wird je nach Gewinn des Unternehmens ein Betrag ermittelt, der an jeden Mitarbeiter aliquot ausgezahlt wird.

Das Unternehmen setzt nicht nur auf Einsatz, sondern auch auf Gesundheit: Bei dem Programm Hagefit steht gemeinsame Bewegung im Mittelpunkt.

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Sternschnuppe8
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Wichtige Lehrstellen

Gerade Lehrstellen in handwerklichen Berufsgruppen sollten mehr gefördert werden.

Es gibt immer mehr Studenten, und Büroangestellte - aber immer weniger qualifizierte Handwerker wie Tischler, Maler, Maurer & Co.