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Der Bundespräsident zu Besuch im Murtal

Abgehoben? Aber doch nicht Unser Herr Bundespräsident. Er schleckt in Fohnsdorf Stracciatella und stellt sich plaudernd seinem Volk in Judenburg: Heinz Fischer war am Montag da.

 
Kann ich mir noch ein Eis kaufen?" ruft der Herr vor dem Il Gelato in Fohnsdorf Richtung Vizebürgermeister Günter Pirker. Sicher, Heidelbeer und Stracciatella gehen sich aus zwischen der Präsentation des preisgekrönten Internet-Portals im Gemeindeamt, Thermenbesuch und Aufbruch nach Judenburg.

Termine. Ein Tag mit Terminen von 7 bis 23 Uhr zwischen Kärnten und Wien will minutiös geplant sein, der Naschereien nicht abgeneigte Herr ist schließlich nicht irgendjemand: Unser Herr Bundespräsident beehrte am Montag Fohnsdorf und die Bezirkshauptstadt, und da wie dort lachte die Sonne vom Himmel wie ihm die Herzen entgegen. Freilich nicht zuletzt, weil Heinz Fischer alles andere als abgehoben herumnäselt, sondern sich händeschüttelnd und plaudernd seinem Volk stellt.

Volksnah. So unerwartet, wie er sich nach seiner Ansprache am Judenburger Hauptplatz zu Klein-Michael kniet und ihm einen Schokofleck von der Wange wischt, so selbstverständlich knotet er der Redakteurin höchstselbst das Mäntelchen für ein Foto zu.

Freude. Eine Gruppe Fohnsdorfer Kinder freut sich riesig über die präsidialen Autogramme. "Er ist so hilfsbereit", lacht Theresa Hasler, und Luisa Sperlich findet, dass er "gut regiert". "Der seriöseste Politiker, den wir in Österreich haben" zu sein, attestiert ihm Schüler Michael Feldbaumer - dem kann auch Rot-Kreuz-Mann Karl Lechner nur zustimmen.

Besondere Verbindung. Ob der Herr Präsident, schließlich schon mindestens 20 Mal da gewesen, eine besondere Verbindung zum Murtal habe? "Ich habe eine besondere Verbindung zu Österreich, und hier ist ein Teil davon", kann die Antwort des Profi-Diplomaten nur lauten. Dem tatsächlich daran liegt, nicht nur in der Hofburg Akten zu unterschreiben: "Wenn man unterwegs ist, spürt man das Land", so Fischers Sprecherin Astrid Salmhofer, selbst oft schifahrenderweise im Lachtal unterwegs.

Gespür. Und das Land spürt ihn, vom "riesig stolzen" Gemeindechef Johann Straner und der von seiner netten Art überraschten Vizebürgermeisterin Ingrid Felfer, bis zu Besucher Christoph Ranner, der nach seinem Befinden gefragt wird. Und natürlich Dragana Martinovic, die des Präsidenten langen Tag mit Heidelbeer-Stracciatella versüßte.