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Therme Fohnsdorf: "Wir sind enttäuscht"

Statt dem Bund zahlt das Land Förderung für die Therme Fohnsdorf. Ablehnung der ÖVP empört rote Politiker.

© APA
 
Wir sind zutiefst enttäuscht und empört." Diese Botschaft erhielt Landeshauptmann-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer von der SPÖ gestern von allen roten Abgeordneten und Bürgermeistern der Bezirke Knittelfeld, Judenburg und Murau. Grund für die in einem offenen Brief ausgedrückte Enttäuschung ist das Stimmverhalten der ÖVP in der gestrigen Sitzung der Landesregierung. Dabei ging es um 1,7 Millionen Euro Förderung, die von der ÖVP abgelehnt und von den SPÖ-Regierungsmitgliedern im Alleingang beschlossen wurde.

Wer zahlt? Die Förderung wird als "Zwischenfinanzierung" bezeichnet, bis die Bundes-Förderbank Austrian Wirtschaftsservice (AWS) Förderungen freigibt - was allerdings möglicherweise nie geschieht. Denn das AWS hat sich bisher geweigert, Geld für die Therme auszubezahlen.

"Spielchen geht weiter". Bürgermeister Johann Straner: "Es gab erst jüngst wieder Gespräche mit dem AWS, aber leider geht das Spielchen weiter: Man verlangt von uns Unterlagen über Unterlagen." Zuletzt sei sogar der Lebenslauf des Thermengeschäftsführers verlangt worden. Die ÖVP berief sich bei ihrer Ablehnung der Förderung auf "Ungereimtheiten" bei der Bauvergabe. Klubobmann Christopher Drexler bezeichnete Straner mit seinen Förderwünschen als "Andrea Herberstein der SPÖ".

Klage. Eine Aussage, die den Bürgermeister empört: "Ich lasse mich nicht kriminalisieren, denn im Gegensatz zu Frau Herberstein habe ich alles ordentlich gemacht. Ich überlege eine Klage gegen Herrn Drexler."