AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Für sein Hobby legte er sich mit der CIA an

Horst Malliga aus Zeltweg baute zehn Jahre lang an seinem Flugzeug "Speedbird MAL04". Das besondere Fluggerät stellte er dieses Wochenende bei der Airpower aus.

© HAIDER-KRÄTSCHMER
 

Zwischen Tausenden Besuchern, die gestern bei der Airpower in Zeltweg zu Gast waren, fällt das kleine Flugzeug beinahe nicht auf. Es ist 550 Kilogramm schwer, hat ein Cessna-Fahrwerk und wurde auf den Namen "Speedbird MAL04" getauft.

Und doch hat es eine aufregende Geschichte hinter sich. Diese kann am besten Konstrukteur und Erbauer Horst Josef Malliga erzählen. "Ich habe dieses Flugzeug technisch konstruiert und über Jahre zusammengebaut", sagt er. Gebaut in seiner Garage in Zeltweg. Malliga war 40 Jahre lang Einsatzpilot beim Militär und Fluglehrer. Stunden hat er mit der Saab 105 in der Luft verbracht. Sein Hobby war ebenfalls schon immer die Fliegerei. "Ich habe insgesamt vier Experimentalflugzeuge gebaut", berichtet der 75-Jährige. Sein erstes Werk war ein Muskelkraftflugzeug, das nur mit Pedalen vom Pilot angetrieben wird. "Ich war der Erste, der ein Flugzeug dieser Art in die Luft gebracht hat. Das war im Jahr 1973", erinnert er sich zurück. Darauf folgte ein Baukastenflugzeug, eine sogenannte "Bede5" aus Amerika mit einem österreichischen Rotax-Motor. "Mein Flugzeug hält bis heute mit 372 Kilometer pro Stunde den Geschwindigkeitsrekord in seiner Klasse. Aufgestellt hat ihn Peter Scheichenberger im Jahr 1999", erzählt Horst Malliga.

Sein Lieblingsflugzeug ist aber eindeutig die "Speedbird", die er zehn Jahre lang zusammengebaut hat. "Es war nicht einfach. Begonnen habe ich im Jahr 2000 mit dem Zeichnen von Plänen. Die Konstruktionsbasis basiert auf einem Abwurftank einer amerikanischen Kampfmaschine, der F-4 Phantom", so Malliga. Und damit spricht er sein größtes Problem bei der Beschaffung der Teile an. "Ich habe in Amerika angefragt, wo ich so einen Tank herbekomme. Im Endeffekt hat mich die CIA verfolgt, da man dachte, ich sei ein Waffenhändler", schmunzelt er. Den Tank bekam er aber trotzdem, und zwar in Deutschland. "Ich habe ihn in einem alten Holzschuppen auf einer aufgelassenen Air-Base gefunden und nur 25 Euro bezahlt", erzählt er. Der Fertigstellung der "Speedbird" stand so nichts mehr im Weg. Vor einem Monat hat Malliga das Flugzeug vollendet, in zwei Wochen folgt die Endkontrolle. Und dann? "Soll es fliegen", lacht er.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren