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ORF-Tatort

Viren machen den Garten zum Tatort

Im Freßnitzgraben wird in diesen Tagen „Virus“, der neue ORF-Tatort, gedreht. Floristikmeister Gernot Kubart durfte an der Kulisse mitarbeiten und einen alten Bauerngarten anlegen. Von Martina Pachernegg

Im neu angelegten Gemüsebeet beim Schwaighof hat Gernot Kubart Salat, Radicchio, Krauthäupel und noch einiges mehr gepflanzt
Im neu angelegten Gemüsebeet beim Schwaighof hat Gernot Kubart Salat, Radicchio, Krauthäupel und noch einiges mehr gepflanzt © Martina Pachernegg
 

Alles streng geheim“ lautet die Devise am Schwaighof im Freßnitzgraben. Das verwundert nicht sonderlich, schließlich wird hier in diese Tagen ein Krimi gedreht. Genauer gesagt der neue ORF-„Tatort“. Unter dem Titel „Virus“ werden Adele Neuhauser, Harald Krassnitzer, Thomas Stipsits, Hubert Kramar und Teresa Bönisch ihren Dienst vor der Kamera tun – und Barbara Eder wird bei den Dreharbeiten zum ersten Mal Regie führen.

Im Fernsehen: Bauerngarten

Gernot Kubart hat Salat, Paradeiser, Radicchio und vieles mehr eingepflanzt.

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Gernot Kubart und Pächter Fritz Sterlinger im Gespräch über die Dreharbeiten.

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Mit viel Liebe zum Detail wurde der Bauerngarten dekoriert.

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Doch auch ein Mürztaler hat sich unter das Fernsehvolk gemischt. Gernot Kubart, vom gleichnamigen Floristikbetrieb in St. Barbara im Ortsteil Mitterdorf, hat einen Gemüsegarten beim Schwaighof angelegt. „Das ist alles sehr schnell gegangen. Letzte Woche hat mein Telefon geläutet und ich bin von der Produktionsfirma gefragt worden, ob ich dort oben einen Gemüsegarten anlegen kann. Da habe ich natürlich gleich zugesagt“, erklärt Kubart. Kurzerhand hat der Floristikmeister Spaten, Spitzhacke, Schaufel, Erde und allerhand Pflanzen ins Auto geladen und sich schnellstmöglich ans Werk gemacht.

Zarte Pflänzchen

„Mein Auftrag war es, zwischen Haupt- und Nebenhaus des Schwaighofes einen alten Bauerngarten anzulegen. Gar nicht so einfach, so früh im Jahr“, sagt Kubart und betrachtet die doch noch recht kleinen Salatpflanzen im Gemüsebeet. Das spärliche Grün im Beet ist auch Szenenbildner Hans Jager nicht entgangen. „Mhm, ein bisschen mehr Farbe wäre vielleicht nicht schlecht. Der Garten wirkt schon sehr dunkel. Vielleicht passt etwas Staudenartiges gut ins Bild“, überlegt Jager laut, während im Hintergrund noch die letzten Requisiten platziert werden und Holz gehackt wird. Bis zum Drehstart hat Kubart jedoch nur noch wenig Zeit, um sich über die fehlende farbige „Blattmasse“ Gedanken zu machen.

Um den Garten authentisch zu gestalten, hat der Mitterdorfer Gartenliebhaber in seinem eigenen Requisitenfundus gestöbert. „Shabby chic ist das richtige Wort. Also Gegenstände, die alt sind, aber eben doch irgendwie schön“, erläutert Kubart. Neben einem Spaten, einer Schaufel und alten gebrauchten Blumentöpfen hat er eine alte grau lackierte Gießkanne entdeckt und dem Filmteam zur Seite gestellt.

Mein Auftrag war es, zwischen Haupt- und Nebenhaus einen alten Bauerngarten anzulegen. Gar nicht so einfach, so früh im Jahr 

Gernot Kubart

Bis zum Rückbau des eigens für den Tatort-Dreh angelegten Gartens hat Kubart noch Zeit, denn Drehschluss ist erst Mitte Juni. „In ein paar Stunden ist alles wieder so, wie es war. Nur das Gras muss halt an der betreffenden Stelle neu angesät werden“, schmunzelt Kubart und freut sich schon darauf, seinen Garten im Fernsehen zu sehen. Die letzten Worte in Sachen Wiederinstandsetzung hat Fritz Sterlinger. Er ist schließlich Pächter des Schwaighofes.

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