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Alliance for Nature

Der Tunnel-Skeptiker kämpft nicht alleine

Christian Schuhböck von der „Alliance for Nature“ setzt nach wie vor alles daran, den Semmering-Basistunnel zu verhindern. Vorwürfen, seine Organisation sei ein „Ein-Mann-Betrieb“, tritt er entgegen. Von Franz Pototschnig

Die „Alliance“ behauptet, dass die alte Ghega-Bahn nach dem Tunnelbau aufgelassen wird, die ÖBB dementieren
Die „Alliance“ behauptet, dass die alte Ghega-Bahn nach dem Tunnelbau aufgelassen wird, die ÖBB dementieren © Franz Pototschnig
 

Wenn vom Semmering-Basistunnel die Rede ist, kommt meistens auch die „Alliance for Nature“ vor. Diese Organisation hat sich zum Ziel gesetzt, den Semmering-Basistunnel mit allen Mitteln zu verhindern. Auch jetzt, nach Baubeginn werden noch alle juristischen Register gezogen, um den Bau zumindest zu verzögern.

Dabei tauchte zuletzt öfter die Frage auf, wer denn hinter dieser „Alliance“ steht, die meist nur in der Person ihres Generalsekretärs Christian Schuhböck in Erscheinung tritt. Manche meinen daher, dass die „Alliance“ ein Ein-Mann-Betrieb ist, der für seine Hintermänner den Tunnel bekämpft. Als Hintermänner wurde schon die Frächterbranche vermutet, der durch den Bahntunnel Umsatzeinbußen im Frachtverkehr drohen.

Christian Schuhböck, Generalsekretär der „Alliance for Nature“
Christian Schuhböck, Generalsekretär der „Alliance for Nature“ Foto © AfN-Archiv

Aber was sagt Christian Schuhböck dazu? Er tritt diesen Vermutungen entgegen: „Die Alliance for Nature wurde 1988 aus Anlass der Initiative ,Rettet das Dorfertal‘ gegründet, um das Speicherkraftwerk Dorfertal-Matrei zu verhindern und stattdessen den Nationalpark Hohe Tauern zu schaffen – was letztendlich auch gelungen ist.“ Die „Alliance“ habe sich in der Folge für den Nationalpark Donau-Auen und für den Beitritt Österreichs zur Unesco-Welterbe-Konvention eingesetzt – mit Erfolg.

Von einem Ein-Mann-Betrieb könne keine Rede sein: „Die AfN ist ein Verein und setzt sich aus Vorstand, Beirat, Rechnungsprüfern und Mitgliedern zusammen“ (Die Namen sind auf der Homepage zu finden: www.alliancefornature.com). Dass nur er, Schuhböck, als einziger Angestellter des Vereins in der Öffentlichkeit in Erscheinung tritt, sei vereinsintern so festgelegt worden. Bei den Verhandlungen zum Basistunnel seien aber auch andere Mitglieder aufgetreten.

Aber wer finanziert das Ganze? Schließlich kosten Verfahren, die bis zu den Höchstgerichten getragen werden, viel Geld. Laut Schuhböck arbeiten viele Experten, Wissenschaftler und Juristen ehrenamtlich für die „Alliance“. Das Geld komme „größtenteils durch Spenden von Privatpersonen aus allen Teilen Österreichs“. Näher geht Schuhböck auf diese Spender nicht ein, er sagt lediglich: „Gott sei Dank gibt es in Österreich Leute, denen das Natur- und Kulturerbe am Herzen liegt.“

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