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Metall als Schwerpunkt

Präzision als prägende Eigenschaft

Zwölf Polytechnische Schulen aus der Steiermark nahmen in Kapfenberg am Landeswettbewerb im Fachbereich Metall teil. Von Marco Mitterböck

Die erfolgreichen Teilnehmer mit ihren Begleitlehrern, Bewertern und Ehrengästen vor dem Hotel Böhlerstern
Die erfolgreichen Teilnehmer mit ihren Begleitlehrern, Bewertern und Ehrengästen vor dem Hotel Böhlerstern © Marco Mitterböck
 

Zuerst die Arbeit, dann die Belohnung. Einen ganzen Vormittag duellierten sich in Kapfenberg kürzlich die zwölf talentiertesten Vertreter von zwölf Polytechnischen Schulen – elf Burschen und ein Mädchen – um den Landesmeistertitel im Fachbereich Metall, ehe sie im Hotel Böhlerstern ausgezeichnet wurden. Ausgetragen hatten die Jugendlichen ihren Wettkampf zuvor zum vierten Mal in der Lehrwerkstätte der Firma Böhler, wo die Ausbildner rund um Leiter Richard Vadlja zugleich als Bewerter fungierten.

Aus technischer Sicht ging es darum, ein flaches Stück Metall in eine vorgegebene Form zu bringen. Auf dem Weg zum fertigen Werkstück wurden von den Teilnehmern dabei allerlei Fertigkeiten gefordert. „Sie müssen anreißen, feilen, sägen, bohren und ein Gewinde schneiden“, erklärte Erhard Katzer, Lehrer in der Polytechnischen Schule (PTS) Kapfenberg. Wer zwischen den einzelnen Werkstücken jedoch Unterschiede feststellen wollte, musste schon ganz genau hinsehen. Schließlich spielte neben dem Befolgen des Plans die Genauigkeit eine entscheidende Rolle. „Der Toleranzbereich liegt bei 0,1 Millimetern“, sagte Katzer.

Endstand

1.: Max Mandlberger (Rottenmann).

2.: Roland Haas (Mariazell).

3.: Andre Kochauf (Irdning).

4.: Thomas Haubenwaller (Kapfenberg) & Florian Zorn (Eggersdorf).

6.: Niko Dornhofer (Hartberg).

7.: Daniel Osterbauer (Friedberg).

8.: Christoph Bodlos (Deutschfeistritz).

9.: Manuel Baier (Gleisdorf) & Anna-Maria Grabenhofer (Pöllau).

11.: Patrick Flacher (Mürzzuschlag).

12.: Justin Köhler (Straden).

Letztlich ging der Sieg an Max Mandlberger von der PTS Rottenmann, der sich knapp vor Roland Haas von der PTS Mariazell mit Begleitlehrer Johann Hölblinger durchsetzte. Grund zur Freude haben aber beide Burschen, reisen sie doch zum Bundeswettbewerb nach Hallein, um die Steiermark zu vertreten und gleichzeitig auf die Polytechnischen Schulen hinzuweisen. „Bereits in der Schule passiert hier was, darauf soll die Wirtschaft aufmerksam werden“, sagte Katzer. Zumal die Zusammenarbeit mit heimischen Unternehmen für die Polytechnischen Schulen von großer Bedeutung ist. So können die Schüler der PTS Kapfenberg etwa drei Wochen pro Jahr in Betrieben schnuppern, um sich auf diese Weise für einen möglichen Ausbildungsplatz zu empfehlen. „Auch der Landeswettbewerb ist für uns eine Win-Win-Situation“, erzählte Vadlja, konnte man doch ebenfalls potenzielle Lehrlinge entdecken. „Wer hier teilnimmt, kann normalerweise zwischen drei und fünf Lehrstellen wählen“, ergänzte Katzer.

Dennoch kämpft auch die PTS Kapfenberg wie viele Betriebe in der Region damit, dass es von Jahr zu Jahr schwieriger wird, Jugendliche für eine Lehre zu begeistern. „Wir können nicht so viele Jugendliche liefern, wie die Unternehmen eigentlich benötigen“, sagte Katzer in der Hoffnung, mit derartigen Bewerben die Jugend weiter anzusprechen.

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