Das Konzert des Brucker Joseph-Haydn-Orchesters am 22. November trägt den Titel "Die Erste". Das ist kein Zufall: Es ist das erste Konzert unter dem neuen Musikschuldirektor Andreas Farnleitner, gespielt werden die jeweils ersten Sinfonien von Joseph Haydn, Felix Mendelssohn-Bartholdy sowie die Ouvertüre von Beethovens einziger Oper "Fidelio". Beginn ist diesmal schon um 19 Uhr im Stadtsaal: "Wir wollen nach dem Konzert dem Publikum die Möglichkeit geben, mit Musikern ins Gespräch zu kommen. Und wir wollen mit dieser attraktiveren Zeit mehr Publikum ansprechen", sagt Farnleitner.

Der gebürtige Mürzzuschlager lebt mit seiner Familie in Graz, hat aber vor, die Zelte in der Region aufzuschlagen. Und er hat auch sonst einiges vor. So wird etwa "Orchester" als Ergänzungsfach für Musikschüler eingeführt: "Wir wollen damit gerade jungen Musikerinnen und Musikern den Einstieg ins Haydn-Orchester möglichst leicht machen. Wir wissen, dass das Spielen im Orchester eine große Motivation ist."

Mehr Wirkung nach außen erzielen

Er hat auch vor, das Haydn-Orchester, das derzeit als Verein geführt wird, stärker in die Musikschule einzubinden. Auch der Kontakt mit den Chören, die es in Bruck gibt, soll intensiver werden. Außerdem will der 43-jährige Musikschuldirektor auch die Zusammenarbeit mit den anderen Musikschulen in der Region ausbauen, etwa für größere Konzerte. Ebenso soll der Kontakt mit den Blasmusikkapellen im Raum Bruck verbessert werden, viele Musikschüler und Musikschülerinnen spielen schließlich in diesen Kapellen mit.

Wie in vielen anderen Lebensbereichen hat Corona auch bei den Musikschulen viel Schaden angerichtet. Vieles musste ausfallen, jetzt will Farnleitner gezielt Werbung für den Musikunterricht machen. Die Musikschule geht in die Brucker Schulen, aber auch die Kindergärten sind für die musikalische Früherziehung interessant: "Ich habe in Bruck eine gute Struktur vorgefunden, das will ich auch dafür nützen, die Brucker Kinder von der Musik zu begeistern", sagt er.

Musik – eine Schule fürs Leben

Ein Faschingsfest in der Musikschule soll auch als "Schnuppertag" genützt werden, und beim großen Musikschulfest im Mai können die Kinder Instrumente ausprobieren, um vielleicht zu sehen, was ihnen liegt und wo es sie hinzieht. Farnleitner ist überzeugt, dass das Erlernen eines Musikinstruments gerade heute sehr wichtig ist: "Man lernt, sich zu konzentrieren und auf ganz konkrete Ziele hinzuarbeiten, das kommt einem auch in der Schule und im weiteren Leben zugute."