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Steirer helfen SteirernIhre Mama starb an Krebs: Engel für Lion und Marlon

Krebsdiagnose in der Schwangerschaft: Bub kam gesund zur Welt, doch jetzt starb die Mutter. Neben der großen Trauer bleiben hohe Therapieschulden und ein offener Wohnkredit.

Steier helfen Steirern für Laurin Wenzl
Halten fest zusammen: Lion, Marlon und ihr Papa Laurin Wenzl © Juergen Fuchs
 

Welches Spielzeug kommt mit aufs Foto? Lion (7) muss nicht lange überlegen. Er schnappt sich ein Legoschiff, Marlon (1) ein Auto. Dann schmiegen sie sich an den Papa. Ein Stück heile Welt, möchte man meinen ...

Laurin Wenzl (29) sitzt am Holztisch – und während hinter ihm eine junge Frau aus einem Fotorahmen lächelt, beginnt er zu erzählen. Von Lisa und sich.

„Eigentlich haben wir uns schon lange gekannt.“ Eh klar, wenn man am Land lebt und in etwa gleich alt ist. Vor elf Jahren kreuzten sich dann die Wege immer öfter. Und irgendwann war klar: Das hat Zukunft.

Steirer helfen Steirern für Laurin Wenzl
Ein Lächeln für die Ewigkeit: Kleine Engel passen auf Lisa, die Mama der beiden Buben, auf Foto © Juergen Fuchs

Die erste gemeinsame Wohnung war eine WG in Wien, wo er arbeitete, sie studierte und nebenbei jobbte. Sie wollten Kinder und – wenn es so weit ist – zurück ins Mürztal. Vorher aber wollten sie sich einen Traum verwirklichen. Mit Rucksack auf Weltreise. Lion durchkreuzte die Pläne: Lisa wurde schwanger, der IT-Techniker und die Grafikerin übersiedelten in die Steiermark, 2013 kam der Bub zur Welt.

„Lion, ich hab Dich lieb, Deine Mama“ steht auf einem Blatt Papier, das in die Saiten einer Gitarre eingeklemmt ist. Darüber ein Regenbogen.

Steirer helfen Steirern für Laurin Wenzl
"Lion, ich hab Dich lieb ..." Foto © Juergen Fuchs

2015 entschied sich das Paar, einen Kredit aufzunehmen und eine Wohnung zu kaufen – in einer Siedlung mit vielen Kindern, „voll super“. Und zwei Jahre später verwirklichten sie sich ihren Traum doch noch: verkauften das Auto, vermieteten die Wohnung, packten die Rucksäcke und zogen los.

Auf dieser Reise wurde Lisa wieder schwanger, das Glück schien perfekt. Wäre da nicht in der 30. Schwangerschaftswoche etwas in der Brust zu spüren gewesen.


Am Anfang schien es, als sei es nichts Tragisches – doch der Knoten wuchs. Wurde schmerzhaft. Ende Jänner 2019 die Diagnose: Brustkrebs. Die Ärztin riet, das Kind zu holen und mit einer Chemo zu beginnen. Doch Lisa entschied sich anders. Sie wollte, dass Marlon einen „natürlichen Start ins Leben“ haben sollte. Sie wollte keine Chemotherapie. Und für Laurin Wenzl war klar: „Du musst es entscheiden und wir stehen es zusammen durch.“

So können Sie helfen!

Spenden erbeten an „Steirer helfen Steirern“, Kennwort „Steirer helfen“, IBAN: AT96 2081 5000 0017 0001. Die Spenden sind steuerlich absetzbar.
Alle Informationen zu unserem Verein und den Spendeneinnahmen finden Sie unter www.kleinezeitung.at/steirerhelfen. Bei Fragen: steirerhelfen@kleinezeitung.at


Die kleine Familie brach wieder die Zelte ab. Lisa deckte sich mit Lektüre ein, begann, nach alternativen Behandlungsmethoden in ganz Europa zu suchen – und versuchte, sich in Ruhe auf die Geburt vorzubereiten. Tatsächlich kam Marlon im April 2019 gesund zur Welt. Auch der Knoten wurde kleiner.

Zustand der Mutter verschlechterte sich

Bis sich der Zustand der jungen Mutter letzten Herbst erneut verschlechterte. Da entschied sie sich für eine viel versprechende Immuntherapie bei einem Wiener Arzt. Die Steirerin konnte mit mehreren Frauen reden, die erfolgreich behandelt worden waren, im TV wurde über die Therapie berichtet, auch Lisa kam vor. Die Behandlung allerdings musste privat bezahlt werden. 60.000 Euro sollten es werden – Geld, das Bekannte vorstreckten, für das Verwandte Kredite aufnahmen.

Innerhalb von zwei Monaten“ habe sich der Erfolg gezeigt, „alles hat super gepasst“, blickt Laurin Wenzl zurück. Aber dann kam es zu Nebenwirkungen, Lisa musste eine Pause einlegen. Jetzt brauchte sie doch eine Chemo – diesmal im Krankenhaus, alles andere war finanziell nicht mehr drin.

Hinweis

Sollten im Rahmen dieses Spendenaufrufs zweckgewidmete Spenden eingehen, werden diese bis zum Ausmaß der Hilfsbedürftigkeit des Betroffenen verwendet. Einnahmen, die darüber hinausgehen, werden für weitere Hilfsprojekte herangezogen


Es gab ein Auf, ein Ab, dann keine Chance mehr: Vor zwei Monaten starb Lisa im AKH Wien, Laurin Wenzl und ihre Schwestern waren bei ihr.

Und jetzt? Um seine Partnerin entlasten und die Kinder versorgen zu können, reduzierte der Steirer schon vor Längerem seine Stunden. Das heißt: ein reduziertes Gehalt statt zwei vollen, ein Wohnkredit, 60.000 Euro Therapiekosten ...

Familie, Freunde, sie alle helfen. Wir auch: „Steirer helfen Steirern“ will Lion, Marlon und ihren Papa unterstützen. Bitte helfen Sie uns dabei – danke!

Kommentare (9)
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Seppl1
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Spenden direkt

Bitte gebt ein Konto vom Papa der Kinder bekannt damit die Spenden direkt an die Familie gehen und nicht wie in unserem Fall nach fast 2 Jahren und durch Gerichtsentscheid erst vom Verein ausbezahlt werden mussten

JoergRinnofner
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Ich war es leider nicht,

aber hätte ich die Lotto Million gewonnen wüßte ich was ich als erstes tun würde. Da fehlen mir 60.000 Euro sicher nicht.

Seppl1
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Traurige Geschichte

Ich würde allen raten die Spenden wollen, direkt an den Vater zu spenden dann helft ihr doppelt.

hfg
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9
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Schon sehr traurig

Aber es sollte auch zum Nachdenken anregen, dass man sich bei uns vertrauensvoll in die medizinische Behandlung geben soll. Unsere Medizin, bei allem Zweifel und manchmal Skepsis, leistet und ist im Stande hervorragendes zu leisten. Natürlich steht es jedem frei alternative Therapien zu machen. Aber in diesem Fall hat die Mutter bzw. Familie vielleicht zu wenig bedacht, das sie auch Verantwortung für ihr erstes Kind hat. Die Abwegung war sicher nicht einfach - die Entscheidung offensichtlich vermutlich leider falsch. Jetzt fehlt die Mutter und die Ehefrau und es gibt auch noch große Schulden - das ist sehr tragisch.

Hellimaria
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An alle Nörgler

Es ist einfach nur traurig zu lesen, dass zwei kleine Kinder und ihr Papa jetzt keine Mama mehr haben. Diese Mutter hat sicher das (aus ihrer Sicht) Beste versucht. In einem solchen Fall über falsche Behandlungsmethoden (im Sinn von "selbst Schuld") oder falsche Geldanlage der Familie zu spekulieren, finde ich geschmacklos und fehl am Platz. Ich hoffe, niemand der Angehörigen liest solche unqualifizierten Kommentare.

gb355
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Na ja...

.....DAS is ein wirkliches Problem!!!!

Alles Gute euch Allen!

seppit
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Mein beileid

Sehr traurig. Die Kinder tun mir unendlich leid. Vielleicht haette ihre Mutter aber auf die aerzte höhren sollen, anstatt viel Geld und wichtige Zeit fuer pseudo wissenschaftliche Therapie auszugeben. Bei allem Mitgefühl fragt man sich schon warum lieber einen natürliche Geburt als eine rechtzeitige evidenz basiert behandlung.

Elli123
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traurig...

ja, man hört und liest immer wieder von Familien, in welchen ein Familienmitglied den Krebs mit alternativen Heilmethoden besiegen wollte und schlussendlich zusätzlich zum Tod ein finanzielles Desaster für den Rest der Familie übrig geblieben ist. Jetzt vor Weihnachten sollte man wenigstens den Familien helfen, die den Mut haben, an die Öffentlichkeit zu gehen.
Man sollte Verständnis dafür haben, dass viele der Schulmedizin nicht mehr vertrauen. Es stellt sich nur die Fragen, ob man Alternativmedizinern vertrauen kann. Die ebenfalls horrenden Kosten der Schulmedizin werden wenigstens zum Großteil von der Allgemeinheit bzw. Versicherung bezahlt.....

hfg
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Wenn man der Schulmedizin nicht vertraut

dann beginnt das Zweifeln - ohne Vertrauen gibt es aber kaum eine Heilung. Auch nicht durch alternative vielversprechende Methoden. Leider gibt es davon viel zu viele und die meisten Kosten sehr viel Geld. Ich erinnere nur an den Apple Gründer Steve Jobs der auch auf eine alternative Behandlung vertraute und den Fehler viel zu spät erkannte und dann konnte man nicht mehr helfen - er hatte zwar kein finanzielles Problem ist aber elendiglich gestorben.
Alternative Medizin komplementär eingesetzt ist vermutlich oft sehr wirkungsvoll und es gibt auch keine vernünftigen Argumente dagegen.